Wie unterscheiden sich die Jahrgänge 2013 und 2015 typischerweise in Stil und Reifepotenzial?
Jahrgänge wie 2013 und 2015 können sich deutlich unterscheiden: Ein 2013er neigt in vielen Regionen zu einer moderateren Reife mit festerer Säure und oft feinerem Tanningerüst, während 2015er-Jahrgänge häufig wärmer und reifer ausfallen, mit dichterer Frucht und weicherem Tannin. Für die Einschätzung des Reifepotenzials sind Produzent und Parzelle entscheidend – bei Spitzenweingütern wie Château Margaux oder Domaine de la Romanée-Conti (DRC) spielt die Qualitätsdichte der Trauben eine große Rolle. Generell heißt das: 2013er können länger brauchen, um zu harmonisieren, 2015er zeigen oft früher zugängliche Frucht, reifen aber aufgrund höherer Extraktkonzentration ebenfalls langfristig gut.