Wie sind die Jahrgänge 1990 und 1996 einzuordnen und welche Trinkreife ist bei gereiften Château-Weinen zu erwarten?
Die Jahrgänge 1990 und 1996 gehören in der Bordeaux-Jahrgangsbetrachtung zu bemerkenswerten Dekaden: 1990 gilt weithin als exzellenter Jahrgang mit großer Konzentration und Lagerfähigkeit, 1996 als sehr gut mit klassischer Struktur und ausgeprägter Tanninprägung. Generell sollte man bei gereiften Château-Weinen prüfen, ob die Flasche ausreichend Reife erreicht hat: viele Qualitäts-Châteaux aus diesen Jahrgängen haben Trinkfenster, die sich über Jahrzehnte erstrecken, wobei individuelle Faktoren (Lagerung, Füllstand, Korkzustand) entscheidend sind. Ein Château aus einem Spitzenjahrgang kann noch kraftvoll, gleichzeitig reif und komplex sein.
Weitere Fragen zu diesem Thema:
- •Welche Lagerbedingungen sind für gereifte Château‑Flaschen ideal?
- •Was bedeutet OHK (Original‑Holzkiste) und warum ist die Original-Holzkiste für Sammler relevant?
- •Wie interpretiert man Füllstände (Ullage) bei älteren Château‑Weinen?
- •Welche Rolle spielen Kritikerbewertungen (RP, WA, JS) für den Sekundärmarkt gereifter Châteaus?
- •Sollte ein gereifter Château vor dem Servieren dekantiert werden und wie lange?
- •Was bedeutet der Begriff Château und welche Rückschlüsse lassen sich daraus auf Herkunft und Stil ziehen?
- •Worauf achten Auktionshäuser und Investoren beim Ankauf alter Château‑Jahrgänge?







