Welche Anbaugebiete sind typisch für hochwertigen Chardonnay und worin unterscheiden sich Burgund, Chablis und Kalifornien?
Chardonnay entfaltet je nach Terroir sehr unterschiedliche Charaktere. Im Burgund dominieren Côte de Beaune-Lagen wie Meursault, Puligny-Montrachet und Chassagne-Montrachet; hier prägen Mineralität, feine Säure und oft ein eleganter Eichenfassausbau den Stil (bekannte Erzeuger: Domaine Leflaive, Domaine Roulot, Coche-Dury, Domaine des Comtes Lafon). Chablis ist kühler und zeichnet sich durch scharfe Mineralität, salzige Noten und verhaltenen Holzeinsatz aus (gute Referenzen: William Fèvre, Domaine Vincent Dauvissat). Kalifornische Chardonnays (z. B. Kistler, Ramey, Kongsgaard) zeigen oft reife Steinfrucht-, Vanille- und Butternoten durch späteren Reifezeitpunkt und intensiveren Holz- bzw. Malolaktik‑Ausbau. Neuseeland (Kumeu River) und Australien (Leeuwin Estate, Margaret River) bieten Varianten zwischen fruchtiger Frische und dichter Cremigkeit.