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Bei der Auswahl empfiehlt es sich, auf Namen mit konsistenter Stilistik und dokumentierter Qualität zu achten – etwa Domaine Leflaive, Coche-Dury oder Domaine Roulot für klassisches Burgund, Kumeu River für Neuseeland und Kistler oder Ramey für Kalifornien. Jahrgangswahl richtet sich nach Klima: kühle Jahrgänge geben mehr Säure und Lagerfähigkeit, warme Jahrgänge mehr Kraft und sofortigen Trinkgenuss. Prüfen Sie Kritikerbewertungen (z. B. Vinous, Wine Advocate, James Suckling) und vergleichen Sie, ob die Weine eher für frühe Trinkreife oder Lagerung konzipiert sind.
Reifepotenzial hängt vom Stil ab: elegante Burgunder aus Premier- und Grand-Cru-Lagen (z. B. Puligny-Montrachet Grand Cru) können 10–30 Jahre oder länger reifen, klassische Meursaults und Puligny-Weine 8–20 Jahre. Chablis aus renommierten Lagen reifen oft 5–20 Jahre. New‑World‑Chardonnays mit kräftigem Holzausbau reifen typischerweise 5–15 Jahre. Für optimale Entwicklung sind konstante 11–14 °C, ca. 60–70 % Luftfeuchte, Lagerung liegend und Schutz vor Licht empfehlenswert.
Auf dem Sekundärmarkt sind Provenienz, intakte Originalverpackung (z. B. OHK/OWC), Füllstand (Ullage), Etikett- und Kapselzustand sowie offizielle Gutachten oder Fachbewertungen entscheidend. Kritikernoten von Vinous, Wine Advocate (Robert Parker), James Suckling und Jancis Robinson beeinflussen die Nachfrage. Spitzenweine von renommierten Burgunder‑Domaine oder limitierte Jahrgänge sind besonders suchterregend; zugleich beeinflussen Angebotsmenge und Lagerzustand den Preis. Gute Dokumentation steigert die Verkaufbarkeit und den realisierbaren Preis.
QbA steht für Qualitätswein bestimmter Anbaugebiete und kennzeichnet grundsätzliche Qualitaetsstufen. GG bedeutet Grosses Gewaechs und ist die Spitzenklasse des Verbandes Deutscher Prädikatsweingueter (VDP), der Verband Deutscher Prädikatsweingüter ist ein Zusammenschluss qualitätsorientierter Betriebe. Bei deutschen Chardonnays kann die Klassifikation Auskunft über Lagequalität und Ertragsregulierung geben; wichtig ist außerdem, ob der Wein im Eichenholz vergoren oder ausgebaut wurde, denn das beeinflusst Stil und Reifepotenzial.
Chardonnay entfaltet je nach Terroir sehr unterschiedliche Charaktere. Im Burgund dominieren Côte de Beaune-Lagen wie Meursault, Puligny-Montrachet und Chassagne-Montrachet; hier prägen Mineralität, feine Säure und oft ein eleganter Eichenfassausbau den Stil (bekannte Erzeuger: Domaine Leflaive, Domaine Roulot, Coche-Dury, Domaine des Comtes Lafon). Chablis ist kühler und zeichnet sich durch scharfe Mineralität, salzige Noten und verhaltenen Holzeinsatz aus (gute Referenzen: William Fèvre, Domaine Vincent Dauvissat). Kalifornische Chardonnays (z. B. Kistler, Ramey, Kongsgaard) zeigen oft reife Steinfrucht-, Vanille- und Butternoten durch späteren Reifezeitpunkt und intensiveren Holz- bzw. Malolaktik‑Ausbau. Neuseeland (Kumeu River) und Australien (Leeuwin Estate, Margaret River) bieten Varianten zwischen fruchtiger Frische und dichter Cremigkeit.
OHK steht fuer Original-Holzkiste, OWC fuer Original Wooden Case und OC fuer Original Case. Solche Originalverpackungen sind für Sammler und Anleger wichtig, weil sie Provenienz und schonende Lagerung dokumentieren können und den Wiederverkaufswert steigern. Eine intakte Original-Holzkiste minimiert Transport‑ und Lichtschäden und wird besonders bei Premiumflaschen oft vorausgesetzt.
Fuellstand ist ein zentraler Qualitätsindikator bei älteren Flaschen: HF (High Fill) oder IN (Into Neck) sind ideal, TS (Top Shoulder) akzeptabel bei älteren Weinen, VHS (Very High Shoulder) deutet auf erste Oxidation hin und MS/LS (Mid Shoulder / Low Shoulder) erhöhen das Risiko eines negativen Geschmackswandels. Achten Sie zusätzlich auf geschrumpfte Korken, Ausblühungen, Etikettenschäden und Geruch bei geöffneter Flasche. Professionelle Fotos und gegebenenfalls ein Rückgaberecht sind beim Kauf empfehlenswert.
Standardflasche 0,75 l ist am gebräuchlichsten, Magnums (1,5 l) altern langsamer und sind bei längerfristiger Lagerung oft vorteilhafter, da das Verhältnis von Wein zu Luft günstiger ist. Doppelmagnum (3 l) und größere Formate vergrößern diesen Effekt weiter und sind deshalb für längere Reifephasen begehrt. Für Investoren erhöhen seltene Formate oft den Sammlerwert, sie erfordern aber mehr Platz und sorgfältigere Lagerbedingungen.
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