Welche Stilunterschiede zeigen Rieslinge aus Mosel, Rheingau und Nahe
Mosel-Rieslinge sind oft leicht bis mittelgewichtig mit ausgeprägter Säure, feiner Botrytis- oder Mineralität und eignen sich hervorragend für lange Reife (Beispiel: Joh. Jos. Prüm). Rheingau-Rieslinge (z. B. Weingut Robert Weil, Schloss Johannisberg) tendieren zu kräftigerer Struktur, dichter Frucht und höherem Extrakt, ideal für Großes Gewächs und längere Lagerung. Nahe-Rieslinge (z. B. Weingut Keller) verbinden Finesse mit komplexer Mineralik und können sowohl früh Trinkspaß als auch Lagerfähigkeit bieten. Bodenarten, Steillagen und mikroklimatische Unterschiede prägen die Aromatik und Säurebalance deutlich.