Was kennzeichnet eine Weinlage wie "Wasenhaus" und welche Rolle spielen Begriffe wie Vulkan, Kalk, Möhlin oder Bellen für einen Rotwein?
Eine als Lage bezeichnete Parzelle fasst Boden, Mikroklima und Hangneigung zusammen und prägt Aroma, Säure und Tannin eines Weins. Vulkanische Böden liefern oft feine mineralische Noten und eine lebendige Säure, während kalkhaltige (Kalk-)Untergründe dem Wein Struktur, Spannung und eine schlanke Säure verleihen. Orts- oder flankennamen wie Möhlin oder Bellen bezeichnen meist kleinräumige Mikrostandorte mit spezifischen Expositions- und Bodeneigenschaften. Vergleichbar ist die Rollenverteilung mit bekannten Lagen im Burgund oder mit Einzellagen renommierter Weingüter: Große Produzenten nutzen die Unterschiede zwischen Vulkan- und Kalklagen gezielt, um verschiedene Stilistiken zu erzeugen.