Wie unterscheiden sich Pomerol, Saint‑Julien und Pauillac stilistisch und im Reifepotenzial?
Pomerol (z. B. Château Clinet) ist häufig Merlot-dominiert, zeigt dichte, samtige Texturen, schwarze Frucht und florale Noten; solche Weine reifen oft elegant über Jahrzehnte. Saint‑Julien (z. B. Château Léoville Poyferré, Château Langoa Barton) verbindet die Struktur und Tanninqualität von Cabernet Sauvignon mit Merlots Fülle – das Ergebnis sind ausgewogene Weine mit sehr gutem Lagerpotenzial. Pauillac (z. B. Château Pedesclaux) zeichnet sich durch kraftvolle Cabernet-lastige Tannine, markante Zedern‑/Graphitnoten und ein enormes Reifepotenzial aus. Generell bestimmen Rebsatz, Boden (Gravel vs. Lehm), Jahrgang und Ausbauart die konkrete Entwicklung, weshalb Appellationenspezifika und Flaschenzustand für Prognosen entscheidend sind.