Wie unterscheiden sich Bordeaux und Burgund sensorisch und welche Châteaux bzw. Domaines sind typische Referenzen?
Bordeaux und Burgund folgen unterschiedlichen Stilprinzipien: Bordeaux (links/rechts der Gironde) basiert auf Assemblagen mit Cabernet Sauvignon, Merlot und Cabernet Franc, zeigt oft dichte Tanninstruktur, Noten von Cassis, Zedernholz und mineralischer Erde; typische Referenzen sind Château Cos dEstournel, Château Leoville du Marquis Las Cases, Château Haut Brion oder Château Pontet-Canet. Burgund konzentriert sich auf Terroir-individualität mit Pinot Noir (rot) und Chardonnay (weiß): feinere, transluzente Frucht, erdige Komponenten und eine ausgeprägte Lageprägung; konkrete Domaines und Lagen sind z. B. Meursault von Albert Bichot, Givry von Joblot oder Closeries de Moussis. Sensorisch hilft die Struktur (Tannin vs. Säure), Extrakt und Aromatik, schnell zu unterscheiden: Bordeaux wirkt meist kompakter und tanninbetonter, Burgund filigraner und terroirgeprägter.