Was sagt der Jahrgang 2017 über Reife und Trinkreife eines Spitzenweins aus?
Der Jahrgang 2017 ist heute ein gereifter Jahrgang: nach rund sechs bis zehn Jahren entwickeln viele Spitzenweine ausgeprägte tertiäre Aromen (leder, Tabak, getrocknete Kräuter) und weichere Tannine. Bei großen Anwesen wie Château Margaux (Bordeaux) oder Domaine de la Romanée‑Conti (DRC, Burgund) zeigte 2017 je nach Terroir und Rebsorte unterschiedliches Reifeverhalten — strukturbetonte Rotweine können noch harmonisch weiterreifen, fruchtorientierte Exemplare erreichen oft jetzt ihren Genusszenit. Entscheidend bleiben Rebsorte, Ausbau und Lagerbedingungen: ein korrekt gelagerter 2017er profitiert von konstanter Temperatur, Dunkelheit und moderater Luftfeuchte.