Wie entwickelt sich ein Jahrgang 2004 nach etwa zwei Jahrzehnten Flaschenreife?
Ein Wein aus dem Jahrgang 2004 hat je nach Rebsorte und Ausbau zweifellos tertiäre Aromen entwickelt: Honig, Kräuter, getrocknete Zitrusnoten und petrolige Nuancen bei Riesling sowie weichere Tannine und Waldbodennoten bei roten Rebsorten. Säure und Balance sind entscheidend: Ein gut gelagerter deutscher Spitzenriesling zeigt noch Frische und Mineralität, während schlechtere Lagerung zu Oxidation führt. Vor dem Trinken empfiehlt sich Sichtprüfung, langsames Öffnen und ggf. kurzes Dekantieren, um die Aromen optimal zu entfalten.