Was bedeutet Spätlese als Prädikat und welche Implikationen hat eine Spätlese aus 1985 für Reife und Trinkreife?
Spätlese ist ein Prädikat im deutschsprachigen Raum, das ursprünglich eine spätere Lese mit höherer Traubenreife beschreibt. Als Qualitätsetikett signalisiert eine Spätlese in der Regel konzentriertere Aromen und oft ein höheres Lagerpotenzial als einfache Qualitätsweine. Eine Spätlese aus 1985 hat rund vier Jahrzehnte Reifezeit hinter sich: typische Entwicklungen sind reduzierte primäre Frucht, dominantere tertiäre Aromen wie Honig, nussige oder herbwürzige Noten sowie weiche Säure. Die Trinkreife hängt vom Ausbau, Füllstand und der Flaschenpflege ab; viele strukturierte Spätlesen aus guten Lagen können sehr reizvoll gereift präsent sein.
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