Wie unterscheiden sich Reifepotenzial und Degustationscharakter von Spätburgunder und Chardonnay?
Spätburgunder (Pinot Noir) baut seine Spannung über feine Säure, delikate Frucht und elegantes Tannin auf; gereifte Exemplare zeigen Waldboden-, Biskuit- und Fleischnoten. Ein Spitzen-Spätburgunder aus Freinsheim oder einer Kirchberg-Lage kann über Jahrzehnte an Komplexität gewinnen. Chardonnay (insbesondere Grand Cru) nutzt Säure, Mineralität und Holzstruktur; junge Exemplare zeigen Zitrus, weiße Blüten und gelbe Früchte, gereift entwickeln sich Nuss-, Honig- und Butteraromen. Die Ausbauart (Holz vs. Edelstahl) beeinflusst das Profil entscheidend.