Wie unterscheidet sich die Reifeentwicklung älterer Bordeaux- und Burgunderweine wie Château Margaux oder Domaine de la Romanée-Conti?
Bordeaux-Weine (z. B. Château Margaux, Château Latour) reifen meist tannin- und strukturbasiert: sie brauchen Zeit, um Gerbstoffe und Frucht zu integrieren, und entwickeln Noten von Zedernholz, Leder und Tabak. Burgunder aus Spitzenlagen (z. B. Domaine de la Romanée-Conti, oft abgekürzt DRC) altern dagegen feiner und aromatischer, mit einer Verschiebung von roter Frucht hin zu erdigen, pilzigen und würzigen Noten. Einflussfaktoren sind Rebsorte, Terroir, Ausbau (Holz vs. Edelstahl) und Jahrgangsqualität; deshalb reift ein 1980er Château anders als ein gleichaltriger Burgunder. Für die Lagerplanung sind Flaschenformat, Füllstand und Korkzustand entscheidend.