Wie erkennt man ältere Weine mit gutem Reifepotenzial?
Alterungsfähige Weine erkennt man an mehreren Merkmalen: renommierter Produzent (z. B. Château Margaux, Château Latour, Château Lafite Rothschild, Château d'Yquem aus Bordeaux; Domaine de la Romanée-Conti oder Domaine Leroy aus dem Burgund; Weingut Keller oder Egon Müller aus Deutschland; Gaja oder Giacomo Conterno aus Italien; Vega Sicilia aus Spanien), ausgezeichnete Jahrgänge (klassische langlebige Bordeaux-Jahrgänge wie 1982, 2000, 2009, 2010 sind orientierend), hohe Tannin- und Säurestruktur, konzentrierte Frucht und oftmals Ausbau im Holz. Auf dem Etikett können Qualitätsstufen wie Großes Gewächs (GG), Erste Lage oder VDP (Verband Deutscher Prädikatsweingüter) Hinweise geben. Wichtig sind außerdem Zustand von Verschluss und Füllstand (Ullage): ein hoher Füllstand (HF/High Fill oder IN/Into Neck) ist positiv, sehr niedrige Füllstände (MS/LS) erhöhen das Oxidationsrisiko.