Wie unterscheiden sich die Jahrgänge 2012, 2015, 2016, 2017, 2018 und 2020 in ihrer Alterungsentwicklung?
Allgemein gilt: 2012 ist der älteste Jahrgang in der Liste und dürfte bereits reifere, tertiäre Noten zeigen; er ist deshalb eher in einer reiferen Trinkphase oder grenzt an den Höhepunkt. 2015 und 2018 sind in vielen Regionen als reife, strukturierte Jahrgänge bekannt und haben hohes Lagerpotenzial; sie entwickeln dichte Frucht und harmonische Gerbstoffe. 2016 gilt oft als sehr strukturiert und langlebig mit klarer Säurebasis. 2017 war vielerorts etwas kühler und liefert elegantere, früh zugängliche Weine. 2020 brachte in vielen Gebieten sehr gute Reife kombiniert mit Frische, sodass diese Weine sowohl jung Freude machen als auch mehrere Jahre reifen können. Konkrete Trinkfenster hängen von Ausbau, Rebsorte und Kellerpolitik des jeweiligen Weinguts ab; bei Großem Gewächs sind zehn bis zwanzig Jahre Lagerfähigkeit keine Seltenheit.