Wie bewertet man Füllstand (Ullage) und beschädigte Etiketten bei alten Flaschen?
Der Füllstand (Ullage) ist ein zentraler Indikator für Zustand und Oxidationsrisiko. Übliche Kategorien sind: High Fill (perfekt), Into Neck (sehr gut), Top Shoulder (akzeptabel bei >15–20 Jahre alten Weinen), Very High Shoulder bis Mid/Low Shoulder (erhöhtes Risiko). Beschädigte oder verblasste Etiketten wirken sich primär auf Sammlerwert und Wiederverkaufbarkeit aus, nicht zwangsläufig auf den Inhalt. Zur Wertermittlung zählen zudem Korkzustand, Abzeichen an Kapsel/Neck, Stempel auf dem Punt sowie dokumentierte Provenienz. Bei wertvollen Burgund-Referenzen (z. B. Vergleiche zu Domaine de la Romanée-Conti oder Domaine Leroy) empfiehlt sich eine professionelle Zustandsbewertung durch Gutachter oder Auktionshaus.
Weitere Fragen zu diesem Thema:
- •Welchen Einfluss haben über 60 Jahre alte Reben auf Konzentration und Lagerfähigkeit von Pinot Noir?
- •Wann ist ein Echézeaux 2005 trinkreif, wie dekantiert man ihn und welche Serviertemperatur empfiehlt sich?
- •Wie ist der Jahrgang 2005 in Burgund allgemein einzuschätzen und wie wirkt er auf Echézeaux-Weine?
- •Was versteht man unter OHK, OC und OWC und welchen Einfluss haben Original-Holzkiste oder Original Case auf den Wert?
- •Welche praktischen Tipps gelten beim Versand und bei der Einlagerung von hochwertigen Burgund-Flaschen?
- •Welche Kriterien sind für die Wertermittlung auf dem Zweitmarkt besonders wichtig?
- •Was zeichnet die Grand-Cru-Lage Echézeaux und die Parzelle Le Petit Citeaux aus?







