Pinot Noir oder Spätburgunder – gibt es einen Unterschied und worauf sollte man achten?
Pinot Noir und Spätburgunder bezeichnen dieselbe Rebsorte; die Begriffe reflektieren vor allem regionale Traditionen: "Pinot Noir" wird international und besonders im Burgund verwendet, "Spätburgunder" ist die in Deutschland gebräuchliche Bezeichnung. Entscheidender als der Name sind Terroir, Ausbau und Jahrgang: Burgunderstile tendieren zu feiner Säure und erdigen Noten, deutsche Spätburgunder zeigen häufig fruchtbetonte Kirsche, rote Beeren und eine betonte Mineralität, besonders wenn sie aus kalk- oder lehmhaltigen Lagen stammen. Bei einem 2019er ist zudem zu erwarten, dass die wärmeren Bedingungen des Jahrgangs zu reiferen Fruchtaromen und weicherer Tanninstruktur führen.