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1 Fl. 0,75 Clos Mogador Manyetes 2010 Versand 5€
Clos Mogador gehört zu den bekanntesten Erzeugern im Priorat, einer DOCa-Region in Katalonien. Das Gebiet ist geprägt von steilen Terrassen mit der berühmten llicorella-Schieferböden, die Mineralität und konzentrierte Frucht begünstigen. Typisch für Priorat-Weine sind dichte, dunkle Fruchtaromen, kraftvolle, aber reife Tannine sowie eine spürbare salzige bis steinige Mineralität. Clos Mogador verbindet diese regionalen Merkmale mit dichter Extraktstruktur, was die Weine langlebig macht.
Füllstand und Verschluss sind entscheidende Befunde bei älteren Flaschen: HF (High Fill) und IN (Into Neck) gelten als sehr gut, TS (Top Shoulder) ist bei Weinen älter als 15–20 Jahre noch akzeptabel. VHS (Very High Shoulder), MS (Mid Shoulder) oder LS (Low Shoulder) deuten auf erhöhtes Oxidationsrisiko hin. Ebenso wichtig ist der Zustand des Korkens: intakter, dichter Verschluss minimiert Sauerstoffdurchtritt. Diese Kriterien beeinflussen Trinkbarkeit und Wert bei Sekundärmarkt-Käufen.
Langfristige Lagerung bei konstant 12–14 °C, 60–75 % relativer Luftfeuchte und dunkel sowie liegend ist optimal. Vor dem Servieren alte Flaschen vorsichtig senkrecht stellen, kurz ruhen lassen und dann langsam öffnen. Bei gereiften Priorat-Weinen empfiehlt sich je nach Zustand ein Dekantieren von 30 Minuten bis zu mehreren Stunden, um Sedimente zu trennen und die Aromen zu öffnen. Immer Farbe, Korkgeruch und erste Nase prüfen, bevor man leert.
Clos Mogador arbeitet traditionell mit den klassischen Priorat-Rebsorten: Garnacha (Grenache) und Cariñena (Carignan) bilden häufig die Basis; dazu kommen international gebräuchliche Sorten wie Cabernet Sauvignon, Syrah und Merlot für Struktur und Komplexität. Diese Kombination unterstützt die dichte Frucht und die charakteristische Mineralität typischer Priorat-Cuvées.
Topweine aus etablierten Produzenten wie Clos Mogador haben sekundaermarktrelevantes Potenzial, sofern Jahrgang, Provenienz, Füllstand und Verpackungszustand stimmen. Marktwert wird zusätzlich stark von Kritikerbewertungen (z. B. Robert Parker/Wine Advocate, James Suckling, Vinous) und internationaler Nachfrage beeinflusst. Bei Anlageabsicht sind dokumentierte Lagerhistorie, intakte OHK/OC/OWC, guter Ullage-Zustand und fachkundige Gutachten oder Prüfberichte ratsam, um Risiko zu minimieren.
0,75 l steht für die Standardflasche. Dieses Format ist in puncto Alterung und Entwicklung ein zuverlässiger Referenzwert: Aufgrund des Verhältnisses von Weinmenge zu Kontaktfläche mit Luft reifen Standardflaschen vergleichsweise gleichmäßig. Magnum- oder größere Formate reifen oft langsamer und können bei Langzeitlagerung Vorteile bieten, Standardflaschen sind aber für Trinkreife und Handel am gebräuchlichsten.
Der Jahrgang 2010 gilt in Priorat als strukturiert und langlebig; ein Manyetes 2010 zeigt daher oft konzentrierte schwarze Früchte, Kräuterwürze, geröstete Noten und eine feste Tanninstruktur, die sich mit der Zeit harmonisiert. Generell verfügen Spitzen-Cuvées aus Priorat über ein Reifepotenzial von 15–30 Jahren oder mehr, abhängig von Lagerbedingungen und Füllstand. Bei gereifter Flasche empfiehlt sich vor dem Genuss eine kurze Kontrolle von Farbe und Geruch sowie gegebenenfalls Dekantieren.
OHK steht für Original-Holzkiste, OC für Original Case und OWC für Original Wooden Case. Ein Original-Holzkasten belegt häufig bessere Provenienz und reduziert Transportschäden. Für Sammler und am Sekundärmarkt ist der Erhalt von OHK/OC/OWC ein Qualitätsmerkmal: Vollständige Verpackung kann den Wiederverkaufswert erhöhen, da sie Rückschlüsse auf Lagerung und Sorgfalt zulässt.
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