99 €
Aus Ohk, Top gelagert
Château Léoville-Poyferré ist ein klassisches Saint-Julien-Weingut auf der linken Uferseite des Médoc in Bordeaux. Die Parzellen auf kies- und kieslehmhaltigen Böden begünstigen robuste, tanninbetonte Weine mit Cabernet-Sauvignon-dominanten Cuvées. Historisch wurde das Gut in der Bordeaux-Klassifikation von 1855 als Deuxième Cru (Zweiter Gewächs-Status) anerkannt, was seinen Ruf bei Sammlern und Kritikern unterstützt.
Der Füllstand (Ullage) und der Zustand des Naturkorks sind zentrale Qualitätsindikatoren. Kategorien wie High Fill (HF), Into Neck (IN), Top Shoulder (TS) bis Very High Shoulder (VHS) geben Auskunft über mögliche Oxidation. HF/IN sind ideal, TS kann bei 15–20 Jahre alten Flaschen akzeptabel sein, VHS oder Mid/Low Shoulder (MS/LS) deuten auf erhöhtes Risiko hin. Ein intakter, nicht ausgetrockneter Korken reduziert das Risiko von Luftzutritt.
Hohe Bewertungen durch Institutionen wie Robert Parker/Wine Advocate, Vinous (Antonio Galloni) oder James Suckling können Nachfrage und Marktwert deutlich steigern, da Sammler solche Scores als Qualitätsindikator nutzen. Besonders bei begehrten Jahrgängen wie 2016 führen Spitzenbewertungen oft zu höherer Handelspreisvolatilität und gesteigerter Nachfrage auf Auktionen und im Fachhandel.
Topweine aus Léoville-Poyferré 2016 verfügen über erhebliches Alterungspotenzial. Abhängig von Lagerung und Korkzustand ist ein Reifezeitraum von etwa 20 bis 40 Jahren realistisch. Junge Flaschen profitieren oft von einigen Stunden Dekantieren; bei gereiften Exemplaren kann weniger Luftkontakt sinnvoll sein.
Der Jahrgang 2016 zählt auf dem linken Ufer zu den herausragenden Jahrgängen: sehr reife Trauben, präzise Säurestruktur und ausgeprägte Tanninstruktur. In Saint-Julien fördern die klassischen Terroirs feinkörnige, langlebige Weine mit guter Balance zwischen Frucht, Säure und Struktur – ideal für Langzeitreifung.
Wichtige Kriterien sind lückenlose Provenienz, Originaldokumente, unbeschädigter Korken und angemessener Füllstand. Die Existenz einer Original-Holzkiste (OHK/OWC) erhöht die Vertrauenswürdigkeit. Weiterhin zählen Händlerreputation, Transport- und Lagerhistorie sowie unabhängige Prüfungen oder Expertengutachten. Kritikernoten und Marktbewegungen beeinflussen die Preisentwicklung, ersetzen jedoch nicht die physische Inspektion der Flasche.
OHK steht für Original-Holzkiste (englisch: original wooden case, OWC) und bezeichnet die originale Verpackung, in der Flaschen ab Werk versandt werden. Für Sammler erhöht eine erhaltene Original-Holzkiste die Attraktivität und Wertstabilität, da sie als Teil der Provenienz gilt und bei Auktionen oder beim Wiederverkauf Vertrauen schafft.
Lagerung: konstant kuehl (idealerweise 12–14 °C), leicht erhöhte Luftfeuchtigkeit (60–75 %), lichtgeschuetzt und vibrationsfrei. Servieren: langsam auf Raumtemperatur bringen (ca. 16–18 °C für reife Bordeaux), bei jungen 2016er-Weinen 1–3 Stunden dekantieren, bei sehr gereiften Flaschen vorsichtig öffnen und kurz probieren, um Austrocknung oder brüchige Tannine zu erkennen.
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