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Die Bezeichnung kombiniert typischerweise einen Lagenamen („Abtserde“) mit dem Jahrgang („23“ = 2023). Ein Lagenname signalisiert oft eine Einzellage oder Parzelle und weist auf spezifischen Terroircharakter hin. Um genaues über Rebsorte, Produzentenstatus (z. B. VDP mit Groeßem Gewaechs/GG oder QbA) und Ausbau zu erfahren, hilft ein Blick auf Etikett und Rücketikett: dort stehen Weingut, Rebsorte, Qualitätsstufe und oft Hinweise zu Ertrag oder Fassausbau.
Investoren prüfen Provenienz, Lagerhistorie, Füllstand, Originalverpackung (OHK/OC/OWC), Jahrgangsqualität sowie Bewertungen von Kritikern (Robert Parker/Wine Advocate, James Suckling, Vinous). Auch Produzentenreputation – z. B. Weingut Dönnhoff, Weingut Keller oder Weingut Wittmann – beeinflusst Nachfrage. Zusätzliche Faktoren sind Flaschenanzahl, Format, Handelsliquidität und Marktzugang (Auktionen, spezialisierte Händler). En Primeur-Käufe (EP) funktionieren anders: hier wird in Fässer investiert, waehrend der Sekundaermarkt fertige Flaschen handelt.
Der Jahrgang 2023 bezeichnet den Weinlesejahrgang. Das Reifepotenzial hängt stark von Rebsorte, Ausbau und Qualitätsstufe ab: Leichte Kabinett- oder QbA-Weine sind oft 2–7 Jahre trinkreif; klassische Riesling-GG, hoch bewertete Spät- und Auslesen sowie strukturierte Rotweine können 10–30+ Jahre Lagerpotenzial haben. Zur Einschätzung lohnt ein Blick auf Säure, Restzucker, Extrakt und Tannin sowie auf Bewertungen von Kritikern wie Robert Parker (Wine Advocate), Vinous oder James Suckling – sie geben Hinweise auf Alterungsfähigkeit.
OHK steht fuer Original-Holzkiste, OC fuer Original Case und OWC fuer Original Wooden Case. Eine Originalverpackung erhöht die Sammler- und Handelbarkeit, weil sie Provenienz und schonende Lagerung signalisiert. Auktionen und Händler werten Flaschen mit OHK oft hoeher, insbesondere bei älteren Jahrgaengen oder limitierten Abfuellungen. Fuer Investoren sind OHK/OC/OWC Indikatoren fuer Vollstaendigkeit der Lieferung und können beim Wiederverkauf Preispremium rechtfertigen.
Großere Flaschenformate altern langsamer aufgrund des Verhältnisses von Sauerstoff zu Wein und gelten deshalb als bessere Langzeitlagerer; eine Magnum (1,5 l) reift oft harmonischer und wird bei kritischen Jahrgaengen oder Prestigeabfuellungen gesucht. Größere Formate sind seltener und am Sekundaermarkt begehrter, was den Preis pro Liter positiv beeinflussen kann. Sammler und Händler beachten deshalb Format, Zustand und Originalverpackung – Namen wie Egon Müller werden fuer bestimmte Formate besonders gesucht.
Lagenamen wie ‚Abtserde‘ kommen vornehmlich in mitteleuropäischen Weinbaugebieten vor. Um die Region sicher zu bestimmen, prüft man das Weingut und die Herkunftsangabe: Bundesland/Anbaugebiet (z. B. Rheinhessen, Nahe, Mosel), VDP-Glaszeichen oder französische AOC-Angaben. Bekannte deutsche Produzenten, bei denen Einzellagen entscheidend sind, sind etwa Weingut Dönnhoff (Nahe), Weingut Keller (Rheinhessen), und Bürklin-Wolf (Pfalz) – solche Referenzen geben Hinweise, wie stark der Lagenname die Stilistik prägt. Bodeninformationen, Steillagenhinweise und mikroklimatische Angaben auf dem Etikett oder in Kellerbeschreibungen helfen zusätzlich.
Fuellstand ist ein zentraler Indikator: HF (High Fill) und IN (Into Neck) sind optimal; TS (Top Shoulder) ist akzeptabel bei Weinen über 15–20 Jahre; VHS (Very High Shoulder), MS (Mid Shoulder) oder LS (Low Shoulder) deuten auf Alterung oder Undichtigkeiten und mindern Wert. Neben Ullage schaue auf Korkzustand (Ausdrückungen, Brueche), Etikett- und Kapsel-Erhaltung sowie auf oxidationstypische Farbveränderungen im Wein. Bei Unklarheiten empfiehlt sich eine Expertenprobe oder professionelle Begutachtung vor Kauf.
Serviertemperatur und Dekantieren richten sich nach Rebsorte und Stil: leichte Weissweine 8–10 °C, gehaltvollere Weissweine und gereifte Rieslinge 10–12 °C, Rotweine je nach Struktur 14–18 °C. Dekantieren kann Tannine weicher machen oder Ablagerungen trennen; bei sehr jungen Weinen schafft Belüftung oft Offenheit. Bei Speisenabstimmung helfen Säure und Restzucker: Kabinett und Spätlesen passen zu feiner regionaler Küche, kräftige Einzellagen-Rieslinge und gereifte Rotweine eignen sich zu geschmorten Gerichten und gereiftem Käse. Hinweise zu GG (Grosses Gewaechs), Kabinett oder Spätlese auf dem Etikett bestimmen oft die beste Kombination.
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