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Bei Burgundern aus der Côte de Beaune spielen Appellationen und Lagen eine zentrale Rolle: Meursault steht für kraftvolle, butterige Chardonnay‑Stile; Puligny‑Montrachet für elegante, mineralische Grand‑Cru‑ und Premier‑Cru‑Ausprägungen; Chassagne‑Montrachet kombiniert Fruchtigkeit mit Struktur. Wichtige Hierarchien reichen von régionalen Bourgogne‑Cuvées über village‑Weine bis zu Premier Cru und Grand Cru (z. B. Montrachet). Beim Einkauf und bei der Kellerplanung sollte man Lagebezeichnung, Ertragsniveau und Ausbaudetails prüfen, denn sie bestimmen Alterungspotenzial und Preisentwicklung.
Erstklassige Burgunderlagen wie Premier‑Cru aus Meursault oder Grand‑Cru‑Parzellen rund um Montrachet profitieren von konstanten, kühlen Lagerbedingungen: 10–14 °C, 60–75 % relative Feuchte, völlige Dunkelheit und minimale Temperaturschwankungen. Flaschen waagrecht lagern, Vibrationen vermeiden und regelmäßige Kontrollen des Füllstands durchführen. Für langfristiges Reifepotenzial empfiehlt sich eine professionelle Langzeitlagerung im Weinkeller oder klimatisierten Lagerraum; für kurzfristige Trinkprojekte genügt eine kontrollierte Kellerzelle mit Temperierung.
Preisentwicklung hängt von Verfügbarkeit, Jahrgangsqualität, Kellerzustand, Provenienz und Nachfrage ab. Burgunder aus begehrten Lagen (z. B. Meursault Premier‑Cru, Montrachet) zeigen oft stabile Langfristaufwertungen wegen knapper Mengen. Kritikerbewertungen (z. B. Robert Parker / Wine Advocate, Vinous, James Suckling) beeinflussen kurzfristig Nachfrage und Preis. Für Sammler sind originalere Verpackungen (OHK/OC/OWC), vollständige Provenienz und ein hoher Füllstand wichtige Prämissen für bessere Verkaufspreise.
Ullage (Füllstand) ist ein entscheidendes Qualitätsmerkmal bei gereiften Flaschen. Gängige Kategorien sind: HF (High Fill) = perfekter Füllstand, IN (Into Neck) = sehr gut, TS (Top Shoulder) = akzeptabel für >15–20 Jahre, VHS (Very High Shoulder) = erste Oxidationszeichen möglich, MS/LS (Mid Shoulder / Low Shoulder) = erhöhtes Risiko eines defekten Weins. Bei Auktionen und Bewertungen fließt die Ullage in die Preisfindung ein: je höher der Füllstand und je intakter die Kapsel, desto geringer das Risiko und desto höher üblicherweise der Wert.
Standardformate sind 0,75 l (Standard), 1,5 l (Magnum), 3,0 l (Doppelmagnum) sowie kleinere 0,375 l (Demi) und große Galeriformate wie 6,0 l (Imperial) oder 9,0 l (Salm). Größere Formate reifen in der Regel langsamer und gleichmäßiger, was sie für langfristige Lagerung besonders wertvoll macht; Magnums gelten bei Burgundern oft als ideale Balance zwischen Lagerfähigkeit und wirtschaftlicher Handhabbarkeit. Für Investitionen und wichtige Trinktermine empfiehlt sich die Auswahl des Formats anhand geplanter Trinkreife und Platzverhältnissen im Lager.
Authentizität prüft man an mehreren Kriterien: stimmiges Etikett (Schriftbild, Druckqualität, Herkunftsangaben), Kapsel und Korkstempel, Flaschenform und Alterserscheinungen sowie an vollständiger Provenienz. Besonders wertvoll sind Original-Holzkisten (OHK) beziehungsweise Original Case (OC) bzw. Original Wooden Case (OWC) als Dokumente der Herkunft. Ergänzend helfen Rechnungskopien, Lagernachweise und Fotos aus der Provenienz. Bei Unsicherheit ist eine professionelle Begutachtung (Konservierungszustand, Etikettendetails, DNA/chemische Analysen in Ausnahmefällen) empfehlenswert.
Pierre Girardin ist eine traditionsreiche Adresse im Burgund, bekannt als Négociant und Produzent mit starkem Schwerpunkt auf der Côte de Beaune. Das Haus ist besonders mit Lagen wie Meursault, Puligny‑Montrachet und Chassagne‑Montrachet verbunden und liefert typischerweise Chardonnay‑betonte Weißweine sowie ausgewählte Rotweine aus klassischen Burgunderlagen. Stilistisch zeichnen sich viele Abfüllungen durch terroirgetreue Frische, mineralische Präzision und eine sorgfältige Holzführung aus, die sowohl junge Trinkfreude als auch Lagerpotenzial erlaubt.
Eine professionelle Bewertung ist ratsam bei seltenen Abfüllungen, hohem Verkaufswert oder unklarer Provenienz. Experten erstellen Condition Reports (Füllstand, Etikett, Kork, Kapsel), überprüfen OHK/OC/OWC und dokumentieren Fotos für Auktionen. Vorbereitung umfasst richtige Verpackung, Versicherung, Auswahl des geeigneten Auktionskanals und realistische Preisansetzung unter Berücksichtigung Auktionsgebühren sowie Marktzyklen. Seriöse Auktionshäuser und spezialisierte Weinhändler beraten zudem zu Lagerung, Transport und rechtlicher Abwicklung.
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