165 €
Eine Flasche
OHK steht für Original-Holzkiste. Eine vollständige Original-Holzkiste (auch OC oder OWC genannt) kann den Wiederverkaufswert steigern, weil sie auf sorgfältige Distributions- und Lagerbedingungen hinweist und die Provenienz stützt. Für Sammler sind intakte Kisten besonders bei limitierten Abfüllungen oder prestigeträchtigen Produzenten relevant. Wichtiger als die Kiste bleibt jedoch dokumentierte Lagerhistorie, Füllstand, Etikettenzustand und Unversehrtheit der Kapsel.
Achten Sie auf unsaubere Etikettenränder, unpassende Typographie, Diskrepanzen bei Jahrgangsangaben und schlechten Kapselabschluss; untypische Glasform oder -farbe kann verdächtig sein. Prüfen Sie Provenienz‑Nachweise, Lagernachweise und gegebenenfalls Seriennummern, vergleichen Sie Fotos mit Museums‑ oder Archivaufnahmen des Weinguts; bei wertvollen Flaschen lohnt sich eine Expertise durch einen erfahrenen Gutachter oder Rückfrage bei renommierten Auktionshäusern.
Klassische und moderne Referenzbetriebe prägen Barolo: Gaja ist bekannt für Präzision und internationale Anerkennung, Giacomo Conterno für extrem lange Lagerfähigkeit und kraftvolle Single‑Vineyard‑Weine, Bruno Giacosa für Eleganz und Feinheit, Bartolo Mascarello für traditionelle, terroirbetonte Interpretation. Beim Vergleich von Flaschen aus demselben Jahrgang entscheidet die genaue Lage, Ausbauweise (Holz, Extraktionsgrad) und das Flaschenhandling über Stil und Alterungsprofil.
OHK steht für Original‑Holzkiste, OC für Original Case und OWC für Original Wooden Case; diese Bezeichnungen weisen darauf hin, dass die Flasche im ursprünglichen Versand‑ oder Geschenkbehältnis geliefert wird. Für Sammler und Investoren sind Originalkisten oft ein Qualitätsmerkmal, das Provenienz und durchgehende kontrollierte Lagerung unterstützt und dadurch den Wiederverkaufswert sowie die Attraktivität bei Auktionen erhöhen kann.
Langfristige Lagerung idealerweise bei 12–14 °C, gleichmäßiger Feuchte (65–75 %) und ohne Licht; Flaschen waagerecht zur Feuchtigkeitserhaltung des Korks. Vor dem Genuss 30–120 Minuten Dekantieren je nach Zustand und Provenienz, bei sehr reifen Exemplaren eher kürzer dekantieren, um zerfallende Frucht nicht zu verlieren; immer langsam öffnen und auf Farbton sowie Geruch achten, um Oxidationsnoten rechtzeitig zu erkennen.
Barolo ist eine DOCG (Denominazione di Origine Controllata e Garantita) aus dem Piemont in Norditalien, hergestellt aus der Nebbiolo-Traube; die Region umfasst Lagen in Gemeinden wie Barolo, La Morra, Castiglione Falletto und Serralunga dAlba. Der Jahrgang 1995 gilt in vielen Bewertungen als langlebig und strukturiert: Nebbiolo-Weine aus starken 1990er-Jahrgängen zeigen oft dichte Tannine, intensive Aromatik und ein großes Reifepotenzial, weshalb viele Flaschen Jahrzehnte brauchen, um ihre tertiären Aromen zu entfalten.
Kritikerstimmen von Robert Parker / Wine Advocate, James Suckling, Antonio Galloni / Vinous oder Jancis Robinson beeinflussen Nachfrage und Preisbildung stark. Hohe Bewertungen können die Marktliquidität und den Auktionspreis deutlich steigern, besonders bei etablierten Produzenten und gesuchten Jahrgängen. Trotzdem spielen auch Zustand, Provenienz und Format eine mindestens ebenso große Rolle; eine hoch bewertete Flasche mit schlechtem Füllstand kann weniger wert sein als eine niedriger bewertete, bestens erhaltene Flasche.
Reife Barolo mit tertiären Noten harmoniert hervorragend mit kräftigen Gerichten: geschmortes Rindfleisch, Ossobuco, Wildgerichte mit erdigen Pilzen, Pasta mit reichhaltigen Ragùs und Trüffelgerichte. Auch kräftige, gereifte Hartkäse oder Schmorgerichte mit Polenta unterstreichen die komplexen Aromen von Leder, Teer, getrockneten Kräutern und dunklen Waldfrüchten, die ein 1995er‑Nebbiolo entwickeln kann.
Top-Weine aus renommierten Barolo-Produzenten können langfristig Wertsteigerung erzielen, aber Weininvestment ist diversifizierungs- und zeitintensiv: Wertzuwächse hängen von Produzent, Seltenheit, Füllung, Format und Markttrends ab. Erwartbare Renditen sind variabel und selten linear; Lagerkosten, Versicherung, Verkaufsprovisionen und Marktschwankungen mindern die Rendite. Für meisten Sammler ist Genuss kombiniert mit moderatem Wertzuwachs realistischer als kurzfristige Spekulation.
In Barolo spielen Einzellagen wie Cannubi, Brunate, Monforte dAlba, Serralunga dAlba und La Morra eine entscheidende Rolle für Stil und Alterung. Klassische Referenzproduzenten, deren 1990er-Jahrgänge gesuchte Sammlerobjekte sind, sind Giacomo Conterno, Bartolo Mascarello, Bruno Giacosa, Vietti und Elio Altare. Weine aus Serralunga sind tendenziell straffer und langlebiger, La Morra zeigt oft mehr Fruchtigkeit und Duft, während Monforte hohe Konzentration bringt.
Bei älteren Flaschen sind Füllstände ein wichtiger Indikator für Alterungsstatus: HF (High Fill) bezeichnet perfekte Füllung, IN (Into Neck) sehr guten Füllstand, TS (Top Shoulder) ist akzeptabel bei Weinen älter als 15–20 Jahren. VHS (Very High Shoulder), MS (Mid Shoulder) oder LS (Low Shoulder) deuten auf erhöhtes Oxidationsrisiko hin. Bei einem Barolo 1995 sind IN bis TS bei guter Lagerung üblich; MS/LS erfordern Vorsicht und Risikoabschätzung.
Bei 30 Jahre alten Flaschen sind Füllstand und Etikettenzustand entscheidend: Ideal sind HF (High Fill) oder IN (Into Neck); TS (Top Shoulder) ist akzeptabel, VHS (Very High Shoulder) sowie MS/LS (Mid Shoulder / Low Shoulder) deuten auf erhöhtes Oxidationsrisiko. Prüfen Sie Etikett und Rücketikett auf Wasserschäden, Kapsel und Korkrand auf Undichtigkeiten sowie Begleitdokumente zur Lagerung; Fotos der Flaschenhälse und des Korkens helfen bei der Einschätzung vor dem Kauf.
Der Jahrgang 1995 in Barolo gilt als sehr gut bis herausragend: warme, reife Bedingungen führten zu ausgereiften Nebbiolo-Trauben mit kräftiger Tanninstruktur und guter Säure. Solche Jahrgänge entwickeln feinwürzige, tertiary geprägte Aromen (Brombeeren, Leder, Tabak, Teer) über Jahrzehnte. Viele Spitzenweine aus Produzenten wie Giacomo Conterno, Bartolo Mascarello oder Bruno Giacosa zeigen auch heute noch Entwicklungspotenzial, während einfachere Abfüllungen bereits in einen reiferen, zugänglicheren Trinkzustand übergegangen sein können.
Langfristige Lagerung: konstant 11–14 °C, 60–75 % Luftfeuchte, dunkel und vibrationsfrei. Für das Servieren ist leicht kühlere Trinktemperatur (16–18 °C) ideal, um die Aromatik zu betonen. Alte Baroli profitieren von vorsichtigem Dekantieren: kurze Sichtdekantierung oder 1–3 Stunden je nach Sediment und Reifegrad; sehr alte Flaschen können empfindlich sein und sollten behutsam geöffnet und unmittelbar geschwenkt probiert werden. Geeignetes Glas: bauchige Bordeaux/Barolo Form mit genügend Raum für Aromenentfaltung.
Zur Wertermittlung zählen Produzent, genaue Lage, Flaschenzustand, Format und Provenienz; recherchieren Sie vergleichbare Abschläge bei Auktionshäusern wie Christie s oder Sotheby s sowie Händlerangebote. Kritikerbewertungen (z. B. Robert Parker / Wine Advocate, James Suckling, Jancis Robinson, Jeb Dunnuck, Vinous/Antonio Galloni) und historische Preistendenzen geben Orientierung; Originalverpackungen wie OHK (Original‑Holzkiste) oder OWC (Original Wooden Case) erhöhen in der Regel den Marktwert.
Wichtige Kriterien sind: lückenlose Provenienz oder Lagernachweise, detaillierte Fotos von Etikett, Hals, Kapsel und Füllstand, akzeptabler Ullage (idealerweise HF bis IN/TS bei diesem Alter), unbeschädigte Etiketten, keine Zeichen von Auslaufen und Informationen zum Händler oder Auktionshaus. Vertraute Handelsplattformen und renommierte Auktionshäuser reduzieren Authentifizierungsrisiken. Bei Unsicherheit professionelle Begutachtung oder Rückfrage nach Kühlkette und Lagerhistorie einplanen.
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