650 €
5 Flaschen nahezu perfekt
Gereifte Saint-Émilion-Weine harmonieren hervorragend mit geschmorten Rindgerichten, Lamm, Wild mit dichtem Jus, reifen Käsesorten und Pilzrisottos. Ein 2008er kann bereits ein ausgeprägtes, tertiäres Aromaprofil zeigen; je nach Flaschenzustand bleibt ein Trinkfenster von jetzt bis hin zu weiteren Jahren möglich. Entscheidend ist die individuelle Flaschenkondition: gut gelagerte Exemplare gewinnen oft noch an Komplexität, während schwächere Füllstände die verbleibende Lebenszeit begrenzen.
Bei gereiften Bordeauxflaschen sind Füllstand und Korkzustand entscheidend. Gängige Begriffe: HF (High Fill) = perfekter Füllstand, IN (Into Neck) = sehr guter Füllstand, TS (Top Shoulder) = akzeptabel bei >15–20 Jahren, VHS (Very High Shoulder) = erste Oxidationsanzeichen, MS/LS (Mid Shoulder / Low Shoulder) = erhöhtes Risiko. Achten Sie zudem auf intakte Kapsel, sauberen Etikettenrand und keine auslaufenden Kapseln; das ergänzt die Einschätzung der Trinkbarkeit.
Original-Holzkiste (OHK), Original Case (OC) bzw. Original Wooden Case (OWC) sind wichtige Hinweise auf Provenienz. Komplett erhaltene Originalkisten steigern meist den Sammlerwert und erleichtern die Rückverfolgbarkeit durch Etiketten, Stempel oder Inventarnummern. Sie ersetzen jedoch nicht die Prüfung von Füllstand, Etikettzustand, Versiegelung und Begleitdokumenten bei der Echtheitsprüfung.
Wichtige Faktoren sind Produzentenruf, Jahrgangscharakter, Flaschenzustand (Ullage, Kork, Etikett), Originalverpackung (OHK/OC/OWC) und lückenlose Provenienz. Marktlich relevant sind außerdem Klima der Nachfrage, Verfügbarkeit seltener Jahrgänge und renommierte Kritikerbewertungen (z. B. Robert Parker / Wine Advocate, James Suckling, Vinous). Für Anleger gilt: Dokumentation und Lagerhistorie beeinflussen Handelbarkeit und Preis stärker als reine Flaschenanzahl.
Langfristige Lagerung: konstant 10–14 °C bei 60–75 % Luftfeuchte, wenig Licht und vibrationsfrei. Vor dem Öffnen prüfen: Füllstand, Etikett, Kork. Gereifte 2008er profitieren oft von vorsichtigem, kurzem Dekantieren (15–60 Minuten) um Sedimente zu schonen und die Aromen zu entfalten; sehr alte Exemplare sollten behutsam in eine Karaffe umgefüllt werden. Serviertemperatur: 16–18 °C in großen Rotweingläsern.
Château Figeac gehört zu den renommierten Grand Cru Classé-Weingütern des rechten Bordeaux-Ufers. Die Parzellen liegen auf kiesigen, gut drainierten Böden (graviers), die atypisch für Saint-Emilion einen kräftigeren Cabernet-Anteil begünstigen. Daraus entsteht ein Wein mit markanter Struktur, klarer Frucht und Lagerfähigkeit, der sich stilistisch von vielen merlotdominierten Gewächsen des rechten Ufers unterscheidet.
Château Figeac ist bekannt für einen vergleichsweise hohen Anteil an Cabernet-Sauvignon und Cabernet-Franc neben Merlot. Cabernet-Sauvignon bringt Struktur, dunkle Frucht und Gerbstoff, Cabernet-Franc gibt florale und würzige Noten samt Frische, Merlot sorgt für Süße und Volumen. Zusammengenommen ergeben diese Sorten ein ausgewogenes Spiel aus Tannin, Säure und Aromentiefe.
Der Jahrgang 2008 in Bordeaux gilt als eher kühleres, klassisch strukturiertes Jahr mit guter Säure und markanten Tanninen. Bei Château Figeac zeigt sich 2008 häufig eine feine, präzise Frucht bei gleichzeitig solidem Rückgrat, das tertiäre Aromen entwickeln kann. Solche Jahrgänge profitieren von sorgfältiger Flaschenreife, die das Tannin rundet und komplexe Aromen freisetzt.
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