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Einzelverkauf. Nur eine Flasche.
OHK steht für Original-Holzkiste (Original Wooden Case) und bezeichnet die werkseigene Verpackung eines Weins. Für Sammler und Händler ist eine OHK ein Indikator für vollständige Provenienz und kann den Wiederverkaufswert erhöhen, weil die Kiste Schutz vor Licht und Temperaturschwankungen bietet. Ähnlich wichtig sind OC (Original Case) und OWC (Original Wooden Case) bei hochwertigen Abfüllungen großer Häuser.
Bei der Bewertung einer Einzelflasche prüfen Fachleute Füllstand (Ullage), Etikett, Kapsel und Geruch nach Öffnen. Ideale Füllstände heißen HF (High Fill) oder IN (Into Neck); TS (Top Shoulder) kann bei älteren Weinen akzeptabel sein. Beschädigte Etiketten, ausgelaufene Kapseln oder ein niedriger Füllstand (Mid Shoulder / Low Shoulder) deuten auf Lagerprobleme hin. Provenienzangaben vom Weingut, Kaufbelege und sachgerechte Lagerung bei Weingütern wie Weingut Keller oder anderen renommierten Erzeugern erhöhen die Vertrauenswürdigkeit einer Flasche.
Generell sind Rosés kein klassisches Anlageobjekt: Sie sind meist für den jungen Konsum vinifiziert und erreichen selten die Preisdynamik roter Spitzenweine. Ausnahmen bestehen, wenn es sich um extrem limitierte Abfüllungen oder Prestigeobjekte großer Häuser handelt. Wein-Investments orientieren sich eher an renommierten Burgunder- oder Bordeaux-Lagen, bei denen langfristige Nachfrage und Kritikerbewertungen (z. B. von Robert Parker, Wine Advocate oder Vinous) höhere Wertzuwächse ermöglichen.
Die meisten Rosés, auch aus Spätburgunder, sind auf Frische ausgelegt und bleiben optimal 1–3 Jahre, in guten Jahren und bei höherer Extrakt- und Säurestruktur 3–5 Jahre lagerfähig. Nur sehr gut strukturierte, seltene Rosés von Spitzenweingütern können 6–8 Jahre oder länger positiv altern. Für Langzeitlagerung sind konstante kühle Temperaturen und Dunkelheit entscheidend.
Spätburgunder Rosé harmoniert ausgezeichnet mit leichten mediterranen Gerichten, gegrilltem Gemüse, gebratenem Lachs, asiatischen Gerichten mit leichter Süße oder würzigem Sushi. Er begleitet auch sommerliche Salate mit Ziegenkäse, hellem Geflügel und Meeresfrüchten sehr gut. Durch seine feine Säure und dezente Tannine ist er vielseitiger als viele kräftige Rosés aus wärmeren Regionen.
Rosé-Spätburgunder entfaltet seine Frucht und Frische am besten bei 8–12 °C. Ein bauchiges Weißwein- oder Universaldekanterglas mit leicht verengter Öffnung betont Aromen und korrigiert die Säure. Längeres Dekantieren ist meist nicht nötig; bei höheren Reifungsspuren oder größeren Lagerungen kann ein kurzes Öffnen 15–30 Minuten vor dem Trinken sinnvoll sein.
Ein Spätburgunder (Pinot Noir) Rosé aus dem Jahrgang 2022 präsentiert typischerweise feinfruchtige Noten von Erdbeere, Himbeere und Cranberry, ergänzt durch florale und lachsrote Nuancen. Die helle Farbe entsteht durch kurze Maischestandzeiten; die Säurestruktur bleibt meist schlank bis lebhaft, während Tanningehalt gering ist. Bei vergleichbaren Erzeugnissen aus Burgund (z. B. Domaine de la Romanée-Conti), aus Baden oder der Provence zeigt sich der Stil je nach Önologie und Ausbau variabel – 2022 war in vielen Regionen von guter Reife geprägt, was die Fruchttiefe von Rosés begünstigte.
Ein Spätburgunder Rosé basiert auf Pinot Noir und tendiert zu feinerer Säure und komplexeren roten Beeren als viele Provence-Rosés, die oft vollere Frucht und mediterrane Kräuteraromen zeigen. Burgundische Erzeuger wie Domaine de la Romanée-Conti machen überwiegend Rot- statt Roséweine; typische Unterschiede liegen in der Traubenherkunft, Maischezeit und dem Ausbau (Stahltank vs. Holz). Provence-Ikonen wie Château d'Esclans setzen auf mediterranen, oft breiteren Stil; deutsche Spätburgunder-Rosés aus Regionen wie Baden oder der Pfalz zeigen dagegen oft kühle Fruchtnoten und mehr Eleganz.
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