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Gereifte Bordeaux und Burgunder profitieren oft von kurzem Dekantieren (30–90 Minuten), um Sedimente zu separieren und Bouquet zu öffnen; sehr alte Flaschen nur vorsichtig und eher im Bordverglasen prüfen, da längeres Dekantieren Oxidation fördert. Gereifte Rieslinge (z.B. Auslese) serviert man eher kühl (8–10 °C) ohne langes Dekantieren, um Frische und Aromatik zu erhalten. Immer mit einem ruhigen Ausgießen, eventuell durch ein Leuchttuch, um Sedimente zu erkennen und zu vermeiden.
OHK steht für Original-Holzkiste, OC für Original Case und OWC für Original Wooden Case. Originalverpackungen dokumentieren Provenienz und Lagerhistorie und können den Marktwert erhöhen — besonders bei Weinen wie Château Lafite Rothschild oder Domaine de la Romanée-Conti, bei denen Komplettheit und Unversehrtheit der Verpackung Sammler stark interessiert. Beim Kauf sollte man prüfen, ob die Holzkiste intakt ist und mit Echtheitsdokumenten oder Rechnungen übereinstimmt.
Kritikerbewertungen von Robert Parker / Wine Advocate (RP/WA), James Suckling (JS) oder Vinous (VN) haben beträchtlichen Einfluss auf Marktpreis und Nachfrage, besonders bei renommierten Erzeugern wie Château Margaux oder Domaine de la Romanée-Conti. Hohe Punktzahlen können kurzfristige Preissteigerungen und gesteigerte Aufmerksamkeit bewirken; langfristig bleiben Reputation, Jahrgangsqualität und Lagerfähigkeit entscheidend. Beim Investment empfiehlt sich das Monitoring mehrerer Quellen, da Bewertungen subjektiv variieren können.
Der Füllstand signalisiert oxidationsempfindlichkeit: HF (High Fill) und IN (Into Neck) sind ausgezeichnet, TS (Top Shoulder) akzeptabel für sehr alte Weine. VHS (Very High Shoulder), MS (Mid Shoulder) und LS (Low Shoulder) zeigen zunehmende Oxidationsrisiken und mindern Trinkbarkeit und Wert. Bei Prestige-Weinen wie Château Latour oder Weingut Egon Müller entscheidet der Ullage-Status oft über Probepreise, ggf. empfiehlt sich eine professionelle Begutachtung vor Kauf.
Für Spitzengewächse wie Château Margaux (Bordeaux) oder Domaine de la Romanée-Conti (Burgund) gelten strikte Lagerbedingungen: konstant 10–14 °C, 60–75 % relative Luftfeuchte, dunkel und vibrationsfrei. Flaschen in Original-Holzkisten (OHK/OWC) oder Original Cases (OC) behalten oft eine bessere Provenienz, sollten aber ebenfalls im kühlen und feuchten Raum stehen. Langfristige Lagerung in professionellen Weinkellern verbessert die Reifung und schützt sensible Tannine und Säuren, besonders bei klassischen Bordeaux- und Burgunder-Jahrgängen.
Größere Formate wie Magnum (1,5 l) reifen oft langsamer und gleichmäßiger als Standardflaschen (0,75 l), was zu harmonischerem Reifeverlauf und längerer Trinkreife führen kann. Sehr große Formate (Imperial, Salmanazar) sind rar und dadurch teuerer pro Flasche; sie sind bei Sammlern und auf Auktionen begehrt. Für lange Lagerung von Lagencuvées aus Bordeaux oder Burgund sind Magnum-Formate eine beliebte Wahl, wenn man Reifepotenzial und Präsentation optimieren möchte.
VDP steht für Verband Deutscher Prädikatsweingüter und klassifiziert Lagen; GG bedeutet Großes Gewächs und bezeichnet trockene Spitzenlagen. Erste Lage ist die Stufe direkt unter Großem Gewächs innerhalb der VDP-Systematik. Prädikate wie Kabinett, Spätlese und Auslese beschreiben Reife und Mostgewicht der Trauben; BA (Beerenauslese) und TBA (Trockenbeerenauslese) sind edelsüße Raritäten. Diese Einteilungen sind besonders relevant bei deutschen Weingütern wie Dr. Loosen oder Keller, beeinflussen Stil, Alterungspotenzial und Marktwertung.
Wichtige Prüfungen sind: lückenlose Provenienz (Rechnungen, Lagerbelege), Zustand der Verpackung (OHK/OC/OWC), Ullage-Status, Originalkorken und Etikettenzustand sowie Lagerhistorie des Verkäufers. Besonders bei Bordeaux-Grands-Cru oder Burgund-Premier- und Grand-Cru zahlt sich eine professionelle Authentifizierung aus. Marktkennzahlen wie verfügbare Menge, Kritikerbewertungen und vorherige Auktionspreise geben Hinweise auf Wertentwicklung und Liquidität.
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