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Vigna bezeichnet eine einzelne Weinbergslage oder Parzelle und steht für konzentriertere Terroir‑Aussagen als generische Lagenangaben. Eine Vigna wie Vigna San Giuseppe signalisiert, dass das Ergebnis die spezifischen Böden, Exposition und Pflege dieser Parzelle widerspiegelt – ein wichtiges Qualitätsmerkmal bei Produzenten wie Cavallotto innerhalb des Bricco Boschis‑Gebiets.
Die Bezeichnung Riserva signalisiert längere gesetzliche Reifezeiten und meist selektivere Vinifikation: Barolo Riserva verlangt eine längere Lagerzeit auf der Hefe als der Standardschnitt. In der Praxis führen viele Kellereien – darunter traditionsbewusste Erzeuger in Cru‑Lagen wie Bricco Boschis – bei Riserva‑Abfüllungen zu stärkerem Holzeinsatz, gründlicherer Selektion der Trauben und einem höheren Alterungspotenzial.
Der Jahrgang 2013 in Teilen des Piemont verlief eher kühl und teils feucht, was zu eleganteren, säurebetonten Nebbiolo‑Weinen führte. Für eine Riserva aus 2013 bedeutet das in der Regel präzise Säurestruktur, feinmaschige Tannine und ein gutes Entwicklungspotenzial; bei korrekter Lagerung kann ein solcher Barolo über viele Jahre weiter reifen und tertiäre Noten ausbilden.
Klassische Kombinationen unterstreichen die Struktur und Tiefe eines Barolo Riserva: geschmortes Rindfleisch, Ossobuco, reichhaltige Wildgerichte, Trüffelgerichte der Piemont‑Küche, samt gereifte Hartkäse oder Pilzrisottos. Dank der Struktur und Säure kann ein solcher Wein auch kräftigere mediterrane Schmorgerichte gut tragen.
Eine Original‑Holzkiste (OHK, Original‑Holzkiste) bzw. Original Wooden Case (OWC) verbessert oft die Provenienz und kann beim Sekundärmarkt einen Preisaufschlag bringen, weil sie Schutz und Vollständigkeit dokumentiert. Sammler schätzen vollständige Sets mit Originalverpackung, da sie Hinweise auf schonende Lagerung und ungeöffnete Lieferketten geben.
Langfristige Lagerung bei konstanter Temperatur (12–14 °C), 60–75 % Luftfeuchte und dunkelstehender Lage sichert optimale Reife. Bei älteren Baroli ist der Füllstand (Ullage) ein wichtiges Qualitätszeichen: High Fill (HF) oder Into Neck (IN) sind ideal, während Mid Shoulder (MS) oder Low Shoulder (LS) auf Alterung oder Undichtigkeiten hinweisen. Vor dem Servieren vorsichtig entkorken, eventuell 30–120 Minuten dekantieren, und bei sichtbarem Depot langsam in ein Gefäß wandern lassen.
Entscheidend sind lückenlose Provenienz, korrekte Füllstände, unversehrte Etiketten und intakter Kork sowie Lagerungsnachweise. Kritikerbewertungen (z. B. Vinous, Robert Parker/Wine Advocate, James Suckling) beeinflussen Marktwert, doch ist die physische Substanz der Flasche – Ullage, Depot, Flaschenetikett – oft ausschlaggebend für Preis und Trinkfähigkeit.
Barolo ist eine der renommiertesten DOCG‑Appellationen Italiens (Denominazione di Origine Controllata e Garantita) und beruht vollständig auf der autochthonen Rebsorte Nebbiolo. Nebbiolo bringt in Lagen wie Bricco Boschis fein strukturierte Gerbstoffe, intensiv duftige Aromen und eine markante Säure, die lange Reifung und Lagerfähigkeit ermöglicht. Produzenten wie Cavallotto formen aus Nebbiolo durch Hanglagen, Terroir und Holzfassausbau charakterstarke, langlebige Baroli.
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