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1 bottle of sassicaia 2018
Sassicaia zählt aufgrund Reputation, begrenzter Verfügbarkeit und Beständigkeit in Wertschätzung oft zu den attraktiven Sammlerweinen. Eine Anlageentscheidung sollte jedoch Kriterien wie Kaufpreisniveau, Lagerkosten, Liquidität, Diversifikation und Marktzyklen berücksichtigen. Kritikerbewertungen und intakte Provenienz können den Marktwert positiv beeinflussen, doch bleibt Wein als Anlageklasse volatil und sollte Teil eines breit gestreuten Portfolios sein. Langfristige Lagerfähigkeit und Nachfrage nach Bolgheri-Ikonen sprechen für Potenzial, aber keine Garantie.
Der klassische Stil von Sassicaia basiert auf Cabernet Sauvignon, ergänzt durch Anteile von Cabernet Franc. Charakteristisch sind präzise Tannine, dunkle Frucht, mineralische Noten und ein klarer, eleganter Holzeinfluss durch kontrollierte Fassreife. Der Fokus liegt auf Balance und Alterungspotenzial statt auf überreicher Frucht, weshalb Sassicaia oft als besonders lagerfähiger toskanischer Cabernet-Vertreter gilt.
Sassicaia ist ein ikonischer toskanischer Rotwein aus der Appellation Bolgheri, hergestellt auf dem Weingut Tenuta San Guido. Tenuta San Guido gilt als Pionier der sogenannten Super Tuscans: Weine, die international orientierte Rebsorten wie Cabernet Sauvignon in der toskanischen Küstenzone verbinden. Bolgheri steht für marin beeinflusste Terroirs mit Kies- und Sandböden, die Cabernet-basierten Cuvées Struktur, Feinheit und Langlebigkeit verleihen.
Sassicaia gehört zu den langlebigen Weinen Italiens und kann, je nach Lagerbedingungen und Flaschenzustand, zwei Jahrzehnte und deutlich länger attraktiv bleiben. Viele Jahrgänge benötigen einige Jahre Flaschenreife, um Tannine und Frucht zu integrieren; 2018 zeigt in der Regel in den ersten 5–15 Jahren jugendliche Frische und gewinnt in den folgenden Jahrzehnten an Komplexität. Der optimale Trinkzeitraum hängt vom persönlichen Geschmack: früh konsumiert zeigt er Frische und Frucht, später dominieren tertiäre Aromen und geschliffene Tannine.
OHK steht für Original-Holzkiste, OWC für Original Wooden Case. Eine intakte Original-Holzkiste erhöht bei hochwertigen Weinen wie Sassicaia den Sammlerwert, weil sie Herkunft und sorgfältige Handhabung dokumentiert. Für Auktions- und Wiederverkaufswerte ist die Originalverpackung ein Qualitätsmerkmal, das Vertrauen in Provenienz und Lagerung stärkt. Entscheidend bleibt zusätzlich Zustand der Flasche, Reifegrad und begleitende Dokumentation.
Beim Sekundärmarkt zählen Provenienz, lückenlose Dokumentation (Rechnungen, Lagernachweise), verantwortungsvolle Lagerbedingungen des Händlers und der physische Zustand der Flasche. Achten Sie auf Füllstand, saubere Etiketten, intakte Capsule und Echtheitsmerkmale. Vertrauenswürdige Auktionshäuser, etablierte Händler und professionelle Prüfberichte reduzieren Risiken. Transport- und Lagerungsbedingungen bis zum endgültigen Käufer beeinflussen Qualität und Werterhalt maßgeblich.
Für langfristige Lagerung sind konstante Temperaturen um 12–14 °C, eine relative Luftfeuchte von etwa 60–70 %, Schutz vor Licht und geringe Temperaturwechsel entscheidend. Flaschen liegen, um den Korken feucht zu halten. Serviert wird ein gereifter Sassicaia bei etwa 16–18 °C; junge Flaschen profitieren von 30–60 Minuten Dekantieren, ältere Exemplare benötigen kürzeres, vorsichtigeres Dekantieren, um Sedimente zu schonen und Aromen zu öffnen.
Der Füllstand gibt Auskunft über die Konservierung einer Flasche: HF (High Fill) und IN (Into Neck) signalisieren sehr gute Zustände, TS (Top Shoulder) ist bei älteren Weinen oft noch akzeptabel. VHS (Very High Shoulder), MS (Mid Shoulder) oder LS (Low Shoulder) deuten auf verstärkte Verdunstung oder mögliche Oxidation hin und mindern Trinkqualität und Marktwert. Neben Ullage sind Etikett, Capsule, Korkzustand und eventuelle Lagerungsnachweise wichtige Bewertungskriterien.
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