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OHK steht für Original-Holzkiste, OWC für Original Wooden Case und OC für Original Case; alle Begriffe beschreiben die ursprüngliche Versand- oder Aufbewahrungsverpackung eines Weins. Für Sammler und Wiederverkäufer erhöhen intakte Originalverpackungen oft den Wert, weil sie Provenienz und schonende Lagerung belegen. Bei hochpreisigen Weinen kann das Vorhandensein der OHK/OC ein entscheidender Faktor bei Auktionen oder beim Weiterverkauf sein.
Der Jahrgang beeinflusst Stil, Reifepotenzial und Harmonie eines Pakets erheblich: warme Jahrgänge liefern oft zugängliche, reifere Frucht, kühle Jahrgänge mehr Säure und Langlebigkeit. Bei Bordeaux und Burgund entscheidet der Jahrgang häufig über Lagerfähigkeit; deutsche Rieslinge zeigen je nach Jahrgang ein breites Spektrum von Kabinett bis Trockenbeerenauslese. Für Sammler empfiehlt sich, Jahrgänge auf Kompatibilität zu prüfen und ältere Flaschen auf Füllstand und Provenienz zu kontrollieren.
Ein Weinpaket bezeichnet eine kuratierte Zusammenstellung mehrerer Flaschen, oft thematisch (Region, Rebsorte, Produzent) oder als Probierpaket. Varianten reichen von Mixed-Packs mit Alltagsweinen über thematische Sets (z. B. Bordeaux-Rotweine, deutsche Rieslinge) bis zu Premium-Sammlungen mit Magnum- oder gar Doppelmagnum-Formaten. Für Geschenksets sind Original-Holzkisten (OHK/OWC) oder Original Cases (OC) beliebte Optionen; als Flaschenformate tauchen 0,75 l Standardflaschen, 1,5 l Magnum und 0,375 l Demi häufig auf.
Bei der Auswahl lohnt sich das Zusammenspiel von Region, Terroir und Produzent: Bordeaux-Labels wie Château Margaux stehen für strukturierte Rotweine, Burgunder wie Domaine de la Romanée-Conti für feinste Pinot-Noir-Expression, deutsche Top-Güter wie Weingut Keller für präzise Rieslinge. Kriterien sind Rebsorte, Jahrgangscharakter, Produzentenreputation, Kritikerbewertungen (z. B. Robert Parker/Wine Advocate, James Suckling, Vinous) und die angestrebte Trinkreife–so entsteht ein ausgewogenes Paket mit klarer geschmacklicher Linie.
Der Füllstand (Ullage) ist ein zentraler Qualitätsindikator bei älteren Flaschen: HF (High Fill) und IN (Into Neck) gelten als sehr gut, TS (Top Shoulder) bei älteren Weinen noch akzeptabel, VHS (Very High Shoulder) deutet auf beginnende Oxidation, MS/LS (Mid/Low Shoulder) auf hohes Risiko. Ergänzend sind Korkzustand, Etikettintegrität, Verfärbungen des Weins im Halsbereich und die Provenienz (Lagerhistorie) zu prüfen, um Trinkbarkeit und Wert einzuschätzen.
Versandkosten setzen sich aus Verpackungsmaterial (speziell bruchsichere Kisten), Gewicht, Versandart, Entfernung, Versicherung und gesetzlichen Abgaben zusammen. Für eine realistische Kalkulation sollten zusätzliche Kosten wie Alkoholversandaufschläge, Kühltransporte bei temperaturempfindlichen Weinen und Rückverfolgbarkeit berücksichtigt werden. Bei Paketen mit mehreren Flaschen steigen die Material- und Gewichtskosten, während Sammelversand pro Flasche oft günstiger ist als Einzelversand.
Ein gemischtes Weinpaket ist ideal zum Kennenlernen von Regionen und Produzenten, für reines Investment sind hingegen gezielte Einzelflaschen von renommierten Erzeugern oft besser geeignet. Für Anlagezwecke zählen Produzent (z. B. große Châteaux oder Kult-Burgunder), jahrgangsabhängige Seltenheit, Bewertungen von Kritikern sowie tadellose Provenienz und Lagerung. Begriffe wie EP (En Primeur), AOC/AOP, DOCG und die Überwachung von Auktionsergebnissen sind wichtige Instrumente für seriöse Investmententscheidungen.
Für langfristige Lagerung sind konstante Temperaturen (ideal 10–14 °C), 60–75 % relative Luftfeuchte, Dunkelheit und vibrationsfreie Bedingungen essenziell. Flaschen sollten liegend gelagert werden, Etiketten vor Feuchtigkeit geschützt. Trinktemperaturen je nach Stil: leichte Rieslinge und Kabinett 6–8 °C, kräftige Weißweine 8–12 °C, eher leichte Rotweine 14–16 °C, kraftvolle Rotweine 16–18 °C; ältere Tannine tragende Weine profitieren oft von Dekantieren vor dem Genuss.
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