60 €
1 Flasche AMON-Ra 2015, 95 PP
Eine 95er-Bewertung steigert in der Regel Nachfrage und Marktwert deutlich: Sammler und Händler zahlen oftmals Preisaufschläge, besonders wenn renommierte Kritiker wie Robert Parker, Vinous oder James Suckling die Note vergeben haben. Die Liquidität erhöht sich bei vergleichbaren Top-Jahrgängen von Château Lafite oder Domaines wie DRC. Dennoch spielen Angebotssituation, Flaschenzustand, Originalverpackung (OHK/OC/OWC) und Provenienz eine mindestens gleichwertige Rolle bei der Preisbildung auf dem Sekundärmarkt.
Optimal sind konstante 11–14 °C, relative Luftfeuchte 60–75 %, dunkle, vibrationsarme Umgebung und liegende Lagerung zur Benetzung des Korkens. Besonders für hoch bewertete Weine empfiehlt sich ein temperaturgeregelter Keller oder Weinschrank. Original-Holzkisten (OHK / OC / OWC) bieten zusätzlichen Schutz und stärken beim Wiederverkauf die Provenienz. Regelmässige Kontrolle von Füllstand (Ullage), Etikett und Kapsel ist wichtig, da Veränderungen Auskunft über möglichen Luftkontakt geben.
Der Ruf eines Weinguts (z. B. renommierte Châteaux, große Burgunder-Domaine oder exzellente deutsche Weingüter) beeinflusst Preis und Vertrauen massiv. Kritiker wie Robert Parker / The Wine Advocate, Vinous, James Suckling, Jancis Robinson oder Gault & Millau setzen Qualitätsmaßstäbe, die Nachfrage und Auktionspreise steuern. Für Investoren sind Konsistenz des Weinguts, Jahrgangsfeedback und unabhängige Analysen wichtig – eine 95-Punkte-Bewertung wirkt nur in Kombination mit sauberer Provenienz und makellosem Flaschenzustand wirklich preistreibend.
Der Füllstand ist ein zentraler Befund für die Beurteilung älterer Flaschen: HF (High Fill) und IN (Into Neck) gelten als ideale Zustände; TS (Top Shoulder) ist bei 10+ Jahre alten Rotweinen noch akzeptabel. VHS, MS oder LS (Very High Shoulder / Mid Shoulder / Low Shoulder) deuten auf verstärkten Sauerstoffkontakt und erhöhen das Risiko von Oxidation. Bei einer 2015er-Flasche sollte die Ullage einem Altersbild entsprechen – zu tiefe Füllstände sind bei relativ jungen Flaschen ungewöhnlich und bedürfen genauer Provenienzprüfung.
Die Kurzform PP steht meist für Parker Points, also Bewertungspunkte aus dem Umfeld von Robert Parker bzw. The Wine Advocate. Eine 95er-Bewertung signalisiert hohe Qualität, Reife und Lagerfähigkeit und erhöht häufig die Aufmerksamkeit von Sammlern und Händlern. Kritikerbewertungen sind jedoch nur ein Indikator: Vergleich mit Verkostungsnotizen von Vinous (Antonio Galloni), James Suckling oder Jancis Robinson liefert ein vollständigeres Bild. Eine hohe Punktzahl kann Preisprämien rechtfertigen, ersetzt aber nicht Provenienz, Flaschenzustand oder persönlichen Geschmack.
Bei gereiften Rotweinen zuerst die Flasche ungestört aufrecht stehen lassen, um Sediment zu setzen. Vor dem Einschenken Lichtquelle verwenden und langsam in eine Karaffe gießen, bei Bedarf in einem feinen Sieb auf Sediment prüfen. Jüngere, kraftvolle 2015er brauchen oft 30–90 Minuten Belüftung; sehr alte oder fragile Flaschen eher vorsichtig mit nur 10–30 Minuten bzw. nur nach sensorischem Test öffnen. Dekantieren ist immer individuell – Vergleichsbeispiele von Weingütern wie Weingut Keller oder bekannten Bordeaux-Erzeugern zeigen, dass man sich an Struktur und Tannin orientieren sollte.
Der Jahrgang 2015 gilt in vielen Top-Anbaugebieten als besonders prägnant: in Bordeaux und Teilen der Rhône brachte er reife, dichte Weine mit ausgeprägter Tanninstruktur; in Regionen wie Burgund und der Toskana resultierten oft konzentrierte, aber elegante Rotweine. Für Sammler und Händler ist wichtig, Jahrgangscharakteristika mit dem jeweiligen Weingut abzugleichen – ein Château Margaux 2015 oder ein Domaine de la Romanée-Conti 2015 etwa zeigen andere Reifeprofile als ein kräftiges mediterranes Gewächs. Die konkrete Trinkreife hängt immer von Ausbau, Rebsorte und Weingut ab, daher sind Kellerdaten und Expertenbewertungen entscheidend.
Wichtige Prüfpunkte sind: authentische Etiketten und Capsule, intakter Kork ohne Auslaufen, angemessener Füllstand, Original-Holzkiste (OHK / OC / OWC) falls verfügbar, lückenlose Provenienz- und Kaufdokumente sowie sachgerechte Lagerhistorie. Zusätzliche Werte schaffen Expertengutachten oder Lagerbelege eines renommierten Weinkellers. Bei Unsicherheit sind Rücksprache mit Auktionshäusern oder unabhängigen Gutachtern ratsam, denn der bequeme Preisaufschlag für hoch bewertete Flaschen ist direkt an den makellosen physischen Zustand und die Provenienz gekoppelt.
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