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An der Mosel sind bestimmte Einzellagen bekannt für ihre konzentrierten GG‑Rieslinge, zum Beispiel Wehlener Sonnenuhr, Erdener Praelat, Brauneberger Juffer und Uerziger Wuerzgarten. Diese Lagen profitieren von steilen Schieferböden, optimaler Sonneneinstrahlung und kühlen Nächten, was feingliedrige Mineralität und Langlebigkeit erzeugt.
OHK steht für Original‑Holzkiste (auch OC = Original Case oder OWC = Original Wooden Case). Eine Original‑Holzkiste dokumentiert oft lückenlose Provenienz und schützt empfindliche Flaschen beim Transport und bei Langzeitlagerung. Für Sammler und auf dem Sekundärmarkt erhöht eine intakte OHK häufig den Wiederverkaufswert, besonders bei limitierten Abfüllungen und renommierten Produzenten.
Zum Verkosten ein schmal tulpenförmiges Rieslingglas verwenden, 8–10 °C Serviertemperatur ist ideal, leichtes Dekantieren bei sehr jungen GG fördert Aromenausdruck. Aromenentwicklung beobachten: mineralische Noten, Zitrus, Pfirsich und petrolige Nuancen bei gereiften Exemplaren. Für herausragende GG empfiehlt sich langsames Probieren über mehrere Stunden, da sich Säure, Süße und Mineralität stark wandeln können.
Mosel GG entwickeln sich am besten bei konstanter Kellerkühlung (rund 10–12 °C), relativer Luftfeuchte um 60–70 %, dunkel und vibrationsfrei. Flaschen liegend lagern, um den Korken feucht zu halten. Viele Mosel‑GG benötigen mehrere Jahre bis zur Trinkreife; gut gepflegte Flaschen von Produzenten wie Markus Molitor oder Joh. Jos. Prüm gewinnen über ein Jahrzehnt an Komplexität.
GG steht für Großes Gewächs und ist eine Klassifikation des Verbandes Deutscher Prädikatsweingüter (VDP). Sie kennzeichnet trockene Spitzenlagenweine höchster Qualität, die aus als Erste Lage klassifizierten Parzellen stammen. An der Mosel findet man GG-Weine bei Traditionsbetrieben wie Weingut Joh. Jos. Prüm, Weingut Egon Müller, Weingut Dr. Loosen oder Weingut Fritz Haag; sie zeichnen sich durch extreme Lageprägung, präzise Säurestruktur und großes Lagerpotenzial aus.
Der Sekundärmarkt bewertet Mosel GG anhand Produzent, Lage, Jahrgang, Provenienz und Bewertungen. Namen wie Joh. Jos. Prüm, Egon Müller oder Markus Molitor erzielen höhere Nachfrage. Wichtige Faktoren sind vollständige Provenienz, Original‑Holzkiste (OHK) und anerkannte Kritikernoten (z. B. Robert Parker / Wine Advocate, James Suckling, Jancis Robinson). Limitierte Mengen und hervorragende Jahrgänge erhöhen Wertzuwächse; jedoch sind Geduld, sichere Lagerung und Marktkenntnis entscheidend.
Die Unterscheidung liegt in Klassifikation und Stil: Kabinett, Spätlese und Auslese sind Prädikatsstufen, die in erster Linie den Reifegrad und die Restsüße eines Weins beschreiben. GG (Großes Gewächs) ist eine Lage- und Qualitätskategorie des Verbandes Deutscher Prädikatsweingüter (VDP) für trockene Spitzenweine aus Ersten Lagen. Ein GG ist also vor allem ein trockener Top‑Lagen‑Riesling mit straffer Säure und großem Reifepotenzial, während Kabinett bis Auslese oft mehr Restsüße und frühere Trinkreife zeigen können.
Wichtige Indikatoren sind der Füllstand (Ullage) und Sinnesprüfungen. Bevorzugte Füllstände sind HF (High Fill) oder IN (Into Neck); TS (Top Shoulder) ist bei sehr alten Weinen akzeptabel, während MS/LS (Mid/Low Shoulder) ein hohes Ausfallrisiko anzeigen. Farbton, klares Bukett ohne abgestorbene Töne und intakter Kork sind weitere Hinweise. Bei bekannten Erzeugern wie Egon Müller oder Fritz Haag ist besonderes Augenmerk auf diese Details wichtig.
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