139 €
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Optimal ist eine konstante Temperatur von 10–12 °C, eine relative Luftfeuchte von 60–75 %, lichtgeschützter, vibrationsfreier Lagerung und liegende Haltung der Flaschen zur Feuchtigkeitskontrolle des Korkens. Temperaturschwankungen vermeiden und direkte Sonneneinstrahlung ausschließen, um Oxidation und Aromaverlust zu verhindern. Vor dem Servieren leichte Temperierung (8–12 °C je nach Stil) und bei gereiften Exemplaren ein ruhiges Öffnen bzw. vorsichtiges Dekantieren empfehlen.
Weingut Wagner‑Stempel ist ein Erzeuger aus Rheinhessen, einer der größten und wandlungsfähigsten Anbauregionen Deutschlands. Rheinhessen bietet vielfältige Bodenprofile (Löss, Kalk, Sand) und ein warmes Klima, das besonders reife, dichte Rieslinge und Silvaner ermöglicht. Bedeutende Erzeuger wie Weingut Keller, Weingut Wittmann oder Weingut Gunderloch zeigen, wie facettenreich Qualitätswein aus Rheinhessen sein kann — von präziser Mineralität bis zu opulenter Frucht.
KPK steht für Winzer Klaus‑Peter Keller, den Inhaber des renommierten Weinguts Keller in Rheinhessen. Klaus‑Peter Keller gilt als einer der bedeutendsten deutschen Riesling‑Produzenten mit großem Ruf bei Sammlern und Kritikern. Nennungen von KPK deuten häufig auf Tausch- oder Vergleichsangebote mit Erzeugnissen dieses hochgeschätzten Hauses hin.
Ein trockener bis halbtrockener deutscher Riesling passt hervorragend zu asiatisch-würzigen Gerichten (Thai, Szechuan), scharf gewürztem Fisch, Schweinebraten mit Kräutern, gebratenem Geflügel und feinen Meeresfrüchten. Bei restsüßeren Ausprägungen harmonieren Gänseleber, würzige Käseplatten und pikante Desserts. Die Kombination profitiert von moderater Trinktemperatur (8–12 °C) und dem Ausgleich von Säure mit Fett und Schärfe in der Speise.
Preisbildung im Sekundärmarkt hängt von Produzentenreputation, Jahrgangsqualität, Provenienz, Flaschenzustand (Füllstand, Etikett, Kork), Originalverpackung (Original-Holzkiste/OWC) und vorhandenen Kritikerwertungen (z. B. Robert Parker / Wine Advocate, James Suckling, Vinous, Jancis Robinson) ab. Vergleichspreise bei Auktionen, Nachfrage nach bestimmten Erzeugern (z. B. Keller, Egon Müller, Wagner‑Stempel) und begrenzte Verfügbarkeit sind ebenfalls entscheidend. Seriöse Dokumentation zur Herkunft und Lagerung erhöht den Marktwert deutlich.
2017 war in vielen deutschen Anbaugebieten ein warmer und früh reifender Jahrgang mit hoher Gesundheit der Trauben. Das Resultat sind oft dichter strukturierte Weine mit reiferer Frucht, höherem Extrakt und moderaterer Säure im Vergleich zu kühleren Jahren. Für Weingüter wie Wagner‑Stempel bedeutet das in der Regel expressive Jahrgangsnoten bei gleichzeitig guter Konzentration und ernsthafter Reifefähigkeit, je nach Ausbaustil und Leseselektion.
Füllstandsbewertung erfolgt visuell: High Fill (HF) ist ideal, Into Neck (IN) sehr gut, Top Shoulder (TS) akzeptabel für ältere Flaschen. Bei einem 2017er, der mehrere Jahre alt ist, sollte der Füllstand mindestens IN bis TS sein; Very High Shoulder (VHS), Mid Shoulder (MS) oder Low Shoulder (LS) deuten auf verstärkte Luftzufuhr und erhöhtes Oxidationsrisiko. Fotos von Hals und Korkenhöhe sind wichtig für die Beurteilung der Flaschenlage beim Handel oder Ankauf.
Bei Weingut Wagner‑Stempel finden sich in hochwertigen Jahrgangs- und Lagenabfüllungen häufig klare Riesling-Charakteristika: reife Zitrus- und Steinfruchtnoten (Zitrone, Pfirsich), eine ausgeprägte mineralische Komponente sowie eine feine Säurestruktur. Der 2017er-Jahrgang brachte in vielen Regionen runde, reife Fruchtaromen und etwas weichere Säure als kühle Jahrgänge, was zu einem vollmundigeren Profil mit gutem Extrakt führt. Je nach Ausbau (trocken bis restsüß) können zudem petrolige Anlagen sowie Honig- und Kräutertöne mit zunehmender Flaschenreife auftreten.
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