87 €
6 Flaschen für zusammen 87€
Bei sechs Standardflaschen (0,75 l) entspricht ein Gesamtpreis von 87 € einem Flaschenpreis von 14,50 €. Für einen Niersteiner Spätburgunder ist das preislich im Bereich guter Alltags‑ bis Einstiegs‑Ortsweine: Orts‑ und Lagenweine aus Rheinhessen bewegen sich je nach Erzeuger oft zwischen etwa 10 € und 30 € pro Flasche, Spitzenlagen und Kellerleistungen deutlich darüber. Zur Beurteilung zählen Herkunft (z. B. Roter Hang), Produzenten‑Reputation (Weingut Gunderloch, Wittmann, Keller als Referenzpunkte), Ausbau (Eiche vs. Edelstahl) sowie Zustand der Flaschen (Füllstand, Korkzustand). Ein Preis von 14,50 € kann also sehr attraktiv sein, wenn die Provenienz sauber dokumentiert ist und die Qualität sensorisch passt.
Niersteiner Spätburgunder harmoniert hervorragend mit Gerichten, die feine Frucht, Säure und dezente Tannine ergänzen: gebratene Entenbrust, Reh oder Lamm mit Kräutern, Pilzgerichte (Steinpilze, Pfifferlinge), dunkle Geflügelgerichte, Terrinen und feine Schmorgerichte. Auch kräftige Pastagerichte mit Pilz‑ oder Tomatensaucen sowie gereifte, nicht zu starke Käsesorten (z. B. mild gereifter Gruyère oder Comté) passen sehr gut. Bei leichteren, fruchtbetonten Ausbaustilen empfiehlt sich reduzierter Würze‑Einsatz, um die Frische des Weins zu unterstreichen.
Bei einem 2016er (Stand 2025 etwa 9 Jahre alt) sind folgende Füllstände Orientierungspunkte: HF (High Fill) und IN (Into Neck) sind ideal; TS (Top Shoulder) ist noch akzeptabel für Weine ab circa 15–20 Jahren, bei jüngeren Flaschen sollte TS genau geprüft werden. VHS bis LS (Very High Shoulder bis Low Shoulder) deuten auf Alterung oder mögliche Oxidation und gelten als Warnsignal. Neben Füllstand empfehlen sich Kontrolle von Kork und Kapsel (keine Feuchtigkeitsspuren), Geruchstest nach dem Öffnen auf korkige oder oxidierte Noten sowie Abgleich mit bekannten Sensorika beispielhafter Produzenten wie Weingut Keller oder Gunderloch, um Abweichungen einzuschätzen.
Deutsche Spätburgunder haben in den letzten Jahren an Aufmerksamkeit gewonnen, doch das Investmentprofil unterscheidet sich stark nach Produzent und Klassifikation. Spitzenweine von etablierten Erzeugern mit Klasse, Bewertungen durch Kritiker (z. B. Robert Parker/Wine Advocate, Vinous, James Suckling) und begrenzter Stückzahl entwickeln eher Sammlerwert. Lagenweine oder GG‑Äquivalente von namenhaften Weingütern sind hier interessanter als generische Ortsweine. Für Weine aus Nierstein gilt: saubere Provenienz, intakte Flaschen (guter Füllstand) und positive Bewertungen sind Voraussetzung für echte Wertsteigerung; ansonsten bleibt der Hauptnutzen Genuss und moderate Wertstabilität.
Die Jahrgangscharakteristik 2016 in Deutschland brachte reife Tannine und gute Extraktwerte, was bei Spätburgunder häufig zu einem etwas kraftvolleren, aber ausgewogenen Profil führt. Ein sauber vinifizierter Niersteiner Spätburgunder aus 2016 bietet 5–15 Jahre Lagerpotenzial, abhängig von Erzeuger, Ausbaustufe und Füllstand. Leichtere Ortsweine neigen eher zum früheren Trinkfenster (5–8 Jahre), während terroirbetonte Lagenweine und solche mit gezieltem Holzeinsatz (z. B. Barrique beim Erzeuger) bis zu 12–15 Jahre positive Entwicklung zeigen können. Regelmäßige Sichtprüfung von Kapsel, Etikett und Füllstand hilft, den Zustand während der Reife zu überwachen.
Nierstein in Rheinhessen bringt Spätburgunder mit klarer Frucht, feiner Säure und mineralischem Unterton hervor – typische Merkmale sind rote Beeren (Kirsche, Himbeere), erdige Noten und eine feine Würze. Die Lage Roter Hang mit seinen Rotliegend‑ und Schieferanteilen sorgt oft für zusätzliche Mineralität und Struktur. In der Region stehen Erzeuger wie Weingut Gunderloch, Weingut Wittmann oder Klaus‑Peter Keller für besonders terroirbetonte Ausprägungen; ein Erzeugername wie Huff signalisiert in diesem Kontext in der Regel eine regionale Herkunft und handwerkliche Ausrichtung, die man an Stilistik, Fassbehandlung und Ausbau erkennen kann. Bei Spätburgundern aus Nierstein ist deshalb auf Ausbauangaben (z. B. Barriqueanteil) und Sensorik zu achten, um Stil und Reife einzuschätzen.
Optimale Lagerbedingungen: konstant 10–14 °C, 60–75 % Relative Luftfeuchtigkeit, dunkel und vibrationsfrei. Standardflaschen werden in 0,75‑Liter‑Format gelagert, Reihenlagerung mit leicht schräger Flaschenlage schützt den Korken. Vor dem Servieren bei 14–16 °C dekantieren oder 20–40 Minuten atmen lassen, je nach Reifegrad; junge, kraftvolle Ausgaben profitieren eher von kurzem Belüften, ältere Jahrgänge vorsichtig und nur wenn nötig dekantieren. Glaswahl: Burgunderglas oder großes Rotweinglas, um die Aromen zu entfalten. Bei Erzeugern wie Weingut Gunderloch oder Wittmann empfiehlt sich die Anpassung an deren jeweiligen Ausbau – viel Holz verlangt oft etwas mehr Luft.
OHK steht für Original‑Holzkiste und bezeichnet die im Originalzustand gelieferte Holzkiste; OWC bedeutet Original Wooden Case, ebenfalls die originale Holzkiste. VDP ist der Verband Deutscher Prädikatsweingüter, bekannt als Qualitätsorganisation mit der Klassifikation ‚Grosse Lage / Grosses Gewächs‘; GG steht für Großes Gewächs und bezeichnet trockene Spitzenweine aus den besten Lagen des VDP. Weitere gängige Kürzel: QbA = Qualitätswein bestimmter Anbaugebiete, Kabinett/Spätlese/Auslese beschreiben Prädikatsstufen, BA/TBA stehen für Beerenauslese/Trockenbeerenauslese. Diese Angaben helfen bei Wertigkeit, Lagerfähigkeit und Stilistik einer Flasche.
15 €
85 €
100 €
70 €
9999 €
180 €