120 €
Tenuta Luce aus dem Jahr 1997. Ein muss für jeden Weinsammler.
Typische Assemblagen von Luce kombinieren Sangiovese mit Cabernet Sauvignon oder anderen internationalen Rebsorten, wodurch sich eine Mischung aus frisch-fruchtigen und dunkelbeerigen Noten mit strukturgebenden Tanninen ergibt. Ein 1997er zeigt nach mehr als zwei Jahrzehnten häufig tertiäre Aromen wie Leder, Tabak, getrocknete Kirsche, Waldboden und Gewürznoten, begleitet von weicherer Säure und abgerundeten Tanninen.
Ein gereifter Luce harmoniert gut mit kräftigen, aber nicht übermächtig gewürzten Gerichten: langsam geschmorte Rinderschmorgerichte, Reh oder Wild, gereifte Hartkäse und Pilzrisotti bilden klassische Paarungen. Wegen der tertiären Aromen und weicher gewordenen Tanninstruktur sind auch Komponenten mit erdigen Noten und feiner Säure gute Begleiter.
Der Reifeverlauf hängt stark vom Ausbau, von der Flaschenkonstitution und der Lagergeschichte ab; viele Spitzen-Luce-Jahrgänge erreichen ihr Reifeplateau zwischen 15 und 30 Jahren. Bei einem 1997er befindet man sich in einem fortgeschrittenen Reifestadium, in dem primäre Frucht zunehmend von tertiären Noten überlagert wird; die verbleibende Trinkfenster-Prognose sollte anhand von Ullage, Korkzustand und eventuellen Provenienznachweisen individuell beurteilt werden.
Der Marktwert ergibt sich aus Jahrgangsreputation, Kritikerbewertungen, Angebotslage, Zustand der Flasche und Auktionsergebnissen; besonders relevante Quellen sind historische Auktionslisten und Fachportale. Bewertungen durch Robert Parker / Wine Advocate, James Suckling oder Vinous können die Nachfrage beeinflussen, ebenso wie vollständige Provenienz und Original-Holzkiste. Für Investmentabsichten ist die Kombination aus physischem Zustand (Ullage, Etikett, Kork), Marktnachfrage und Lagerqualität entscheidend.
Tenuta Luce, oft unter dem Markennamen Luce bzw. Luce della Vite bekannt, ist ein toskanisches Weingut, das einen reinsortigen Spitzenwein sowie cuvéeartige Rotweine erzeugt. Historisch steht Luce für die Verbindung klassischer toskanischer Rebsorten mit internationaler Tradition; die Weine werden häufig unter der Kennzeichnung Toscana IGT oder ähnlichen italienischen Herkunftsbezeichnungen geführt. Für Sammler und Liebhaber ist Luce wegen seiner Balance zwischen Struktur und Eleganz sowie seiner Lagerfähigkeit geschätzt.
Wichtige Prüfpunkte sind Ullage (Füllstand), Etikett- und Kapselzustand, Korkintegrität sowie lückenlose Provenienz- und Lagernachweise. Begriffe wie OHK (Original-Holzkiste), OWC (Original Wooden Case) oder OC (Original Case) weisen auf komplette Auslieferungszustände hin und steigern Sammlerwert. Bei Ullage gelten Kategorien wie HF (High Fill), IN (Into Neck), TS (Top Shoulder), VHS (Very High Shoulder) und MS/LS (Mid/Low Shoulder) als Indikatoren für möglichen Sauerstoffkontakt und damit für das Risiko einer Oxidation.
Lange Lagerung verlangt konstante Bedingungen: 11–14 °C, relative Luftfeuchte um 60–75 %, Dunkelheit und geringe Vibrationen sind ideal. Flaschen liegend lagern, um den Korken feucht zu halten; Temperaturschwankungen vermeiden, da sie den Korken und damit die Sauerstoffzufuhr beeinflussen können. Bei Transport und kurzfristiger Aufbewahrung auf den Zustand der Kapsel und auf korrekte Vertikalposition achten.
Bei einem 1997er empfiehlt sich vorsichtiges Dekantieren kurz vor dem Servieren, um eventuelle Depotstoffe zurückzuhalten und die Aromen zu öffnen; je nach Zustand reichen 30–90 Minuten, bei sehr fragilen Flaschen kann direkte Karaffierung schädlich sein. Serviertemperatur zwischen 16–18 °C, Burgunderglas oder großes Bordeauxglas verwenden, und den Wein in kleinen Schritten probieren, um den optimalen Genusszeitpunkt zu ermitteln.
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