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Inklusive Mehrwertsteuer
Napa Valley Cabernet Sauvignon aus 2010 profitiert von einem warmen, sonnenreichen Klima, das reife Tannine, dichte Frucht und konzentrierte Aromen hervorbringt. Top-Erzeuger wie Silverado Vineyards, Silver Oak, Caymus oder Opus One setzen auf lange Maischestandzeiten und Ausbau in französischer Eiche, was Struktur und Lagerfähigkeit fördert. Der Jahrgang 2010 gilt in vielen Napa-Lagen als klassisch: reife Cassis- und Brombeernoten, Gewürzanklänge und ein robustes Gerüst aus Säure und Tannin, das je nach Ausbau über Jahrzehnte reifen kann.
Ullage ist ein zentraler Zustandindikator bei 10+ Jahre alten Flaschen. Gängige Kategorien sind High Fill (HF), Into Neck (IN), Top Shoulder (TS), Very High Shoulder (VHS), Mid Shoulder (MS) und Low Shoulder (LS). Für einen 2010er (etwa 15 Jahre alt) sind HF und IN ideal, TS noch akzeptabel; VHS oder MS/LS deuten auf möglichen Oxidationsschaden und erhöhen das Risiko. Bei hochpreisigen Napa‑Cabernets von Herstellern wie Silverado, Opus One oder Screaming Eagle ist eine genaue Ullage‑Prüfung plus Blick auf Korkzustand und Herkunft essenziell.
Napa Cabernet Sauvignon reift in der Regel schneller zu opulenter Frucht und kräftigen Tanninen als viele Bordeaux-Cuvées, weil das Klima wärmer und die Trauben häufig riper geerntet werden. Bordeaux, etwa ein Château Margaux oder Château Latour, setzt oft auf mehr Säurebalance und mineralische Feinheit, während Napa-Weine wie von Stag's Leap, Silver Oak oder Robert Mondavi eher dichte Frucht und Vanille- bzw. Toastnoten durch neuen Barrique-Ausbau zeigen. Langfristig können Spitzenweine beider Regionen 15–30 Jahre und länger Lagerpotenzial besitzen, die Stilistik der Entwicklung bleibt jedoch unterschiedlich.
Für die Langzeitlagerung gelten konstante Bedingungen: 12±2 °C, 60–70 % Luftfeuchte, dunkler, vibrationsfreier Raum und liegender Flaschenlagerung für Naturkork. Vor dem Servieren empfiehlt sich das temperieren auf 16–18 °C. Ältere Cabernet Sauvignon aus Napa profitieren häufig vom Dekantieren: 60–120 Minuten für strukturierte Weine, kürzere Zeiten oder ein sanftes Belüften bei sehr reifen Flaschen. Bei empfindlichen, gereiften Exemplaren ist behutsames Handling und gelegentlich ein Probenschluck sinnvoll, um zu entscheiden, ob und wie lange dekantiert wird.
Typische Trink‑ und Reifefenster für hochwertige Napa Cabernet Sauvignon liegen häufig zwischen etwa 8 und 25 Jahren nach der Lese, abhängig von Produzent, Erziehungsstil und Jahrgangsqualität. Für einen 2010er bedeutet das ungefähr eine Prime Drinking‑Phase ab ca. 2018 und in vielen Fällen bis Mitte der 2030er Jahre, bei Spitzenexemplaren gegebenenfalls länger. Faktoren wie Barriquearoma, Tanninstruktur und Lagerbedingungen beeinflussen das genaue Fenster; einzelne Weine können früher zugänglich oder länger zurückhaltend bleiben.
„Inklusive Mehrwertsteuer" bedeutet, dass der ausgewiesene Preis bereits die gesetzliche Umsatzsteuer enthält und somit der Endpreis ist, den der Käufer zu zahlen hat. Für Handel und Privatkäufer ist das relevant beim Vergleich von Angeboten, da andere Preise ohne MwSt. scheinbar niedriger wirken können. Beim grenzüberschreitenden Versand innerhalb der EU oder beim Export können je nach Zielland Steuern und Abgaben anders geregelt sein; beim Wiederverkauf auf dem Sekundärmarkt sind Netto‑ und Bruttoangaben ebenfalls zu beachten.
Kritikerbewertungen von Publikationen wie Robert Parker / Wine Advocate (RP/WA), James Suckling (JS), Jeb Dunnuck (JD) oder Vinous beeinflussen Nachfrage und Preisspannen stark: hohe Punktzahlen steigern Sichtbarkeit und Marktwert. Auf dem Sekundärmarkt zählen daneben Herkunftsnachweis (Provenance), ursprüngliche Verpackung (z. B. Original-Holzkiste – OHK/OWC/OC) und Zustand (Ullage, Etikett, Kork). Weine von renommierten Napa‑Erzeugern wie Opus One, Screaming Eagle oder Silverado mit guter Provenienz erzielen tendenziell stabilere Preise; bei Investitionsabsichten sind Diversifizierung, langfristige Lagerung und Dokumentation entscheidend.
Die Bezeichnung "Solo" wird von Weingütern unterschiedlich verwendet und signalisiert häufig einen Single‑Vineyard‑Wein, eine Einzellage oder einen reinsortigen Ausdruck, also etwa ausschliesslich Cabernet Sauvignon ohne Verschnitt. Sie ist kein rechtlich geschützter Begriff und sollte im Weinpass oder auf dem Etikett über genaue Herkunft und Vinifikation konkretisiert werden. Einige Produzenten wie kleinere Napa‑Erzeuger wählen solche Begriffe, um einen fokussierten, sortentypischen Wein zu kennzeichnen.
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