Wie unterscheiden sich gereifte Rieslinge aus Rheingau und Pfalz geschmacklich und in der Reifeentwicklung?
Rheingauer Rieslinge (z. B. Robert Weil, Georg Breuer, Peter Jakob Kühn) zeigen häufig eine schlanke, salzige Mineralität und eine präzise Säureachse, die eine elegante, langanhaltende Reife ermöglicht. Pfälzer Rieslinge (z. B. Reichsrat von Buhl, Ilbesheim/Forst-Lagen) tendieren zu runderer Fruchtsüße, kräftigerem Körper und gelegentlich mehr Schmelz durch wärmere Lagen. Beide Regionen produzieren langlebige Spitzenrieslinge: Rheingau-Weine entwickeln oft petrolige, florale und würzige Noten, Pfälzer Weine gewinnen an Tiefe, Honig- und getrockneten Fruchtnoten, wobei der Bodencharakter (Kalk vs. Schiefer/Lehm) das Profil stark beeinflusst.
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