Wie unterscheiden sich Rieslinge aus Mosel, Nahe, Rheinhessen und Saar hinsichtlich Lagerfähigkeit und Stil?
Riesling-Stile variieren stark mit Terroir und Winzerstil: Mosel-Rieslinge (z. B. von Max Ferd. Richter) zeigen oft feine Frucht, hohe Säure und feinschieferige Mineralität und entwickeln sich über Jahrzehnte elegant weiter. Nahe-Erzeuger wie Dönnhoff oder Schäfer-Fröhlich kombinieren Konzentration und salzige Mineralität, viele Lagen reifen langfristig. Rheinhessen-Weine (z. B. von Wittmann) können durch reifere Frucht, kräftigere Struktur und präzise Säure ebenfalls sehr lagerfähig sein. Die Saar (Produzenten wie Van Volxem) liefert tendenziell straffere, kühle Rieslinge mit großem Reifepotenzial. Entscheidend sind Säure, Restzucker, Botrytisanteil und die Qualität der Lage.