Kabinett, Spätlese, Auslese: Wie unterscheiden sich diese Prädikate und was bedeutet 'Kabi'?
Die Prädikate ordnen Traubenreife und Stil: Kabinett (oft als 'Kabi' abgekürzt) ist die leichteste Prädikatsstufe mit feiner Säure und meist niedrigem Alkohol, Spätlese bringt reifere Aromen und mehr Körper, Auslese entsteht aus selektierter, sehr reifer Beerenlese und bietet hohe Konzentration. Trocken ausgebaute Varianten können unterschiedliche Alterungswege nehmen: ein trockener Kabinett reift eleganter und filigraner, eine süße Auslese speichert Süße und Säure für sehr lange Lebensdauer. Reifepotenzial hängt zusätzlich vom Jahrgang und der Traubenqualität ab.
Weitere Fragen zu diesem Thema:
- •Wie lange können hochwertige Rieslinge reifen, beispielsweise Wehlener Sonnenuhr, Aulerde oder Graacher Himmelreich?
- •Welche Rolle spielen Original-Holzkiste (OHK), OC oder OWC für Werterhalt und Transport?
- •Worauf sollte man beim Kauf auf dem Sekundärmarkt achten, um Alterungs- und Provenienzrisiken zu minimieren?
- •Wie beurteile ich Füllstände (Ullage) bei gereiften Flaschen und welche Begriffe sollte ich kennen?
- •Wie serviere und dekantiere ich gereifte Rieslinge richtig (Temperatur, Glas, Dekantieren)?
- •Was bedeutet GG (Grosses Gewächs) und warum ist es für Weingüter relevant?
- •Wie unterscheiden sich Rieslinge aus Mosel, Nahe, Rheinhessen und Saar hinsichtlich Lagerfähigkeit und Stil?







