Worin unterscheiden sich die Jahrgänge 2018, 2019 und 2022 in Bezug auf Reife und Lagerpotenzial?
Generell weisen die Jahrgänge 2018, 2019 und 2022 in vielen mitteleuropäischen Anbaugebieten unterschiedliche klimatische Prägungen auf: 2018 gilt vielerorts als warmer, reifer Jahrgang mit kraftvollen Extrakten; das bringt oftmals zugängliche, lagerfähige Weine mit höherem Alkohol. 2019 wird häufig als ausgewogener beschrieben, mit klarer Frucht und guter Säurestruktur, was exzellente Alterungsfähigkeit ermöglicht – ein Profil, das Weingüter wie Klaus-Peter Keller (KPK) für langlebige Rieslinge anstreben. 2022 war regional sehr heterogen, tendenziell früh reifend; Weine aus guten Lagen können sehr präzise und frisch ausfallen. Entscheidend für das Alterungspotenzial bleibt aber immer der Erzeuger, die Rebsorte und die genaue Lage.