Wie unterscheiden sich die Jahrgänge 2018 und 2020 bei Mosel-Riesling?
Generell gilt: 2018 war in vielen deutschen Anbaugebieten ein wärmeres, reifes Jahr mit vollerer Frucht und tendenziell mäßigerer Säure, die Weine zeigen oft üppigere Texturen; 2020 wird vielfach als ausgewogen und klassisch mit frischer Säure und klarer Frucht beschrieben. Auf der Mosel beeinflussen jedoch Lesezeitpunkt, Kellerpraxis und Kleinstlagen die Ausprägung stark, sodass ein Kabinett aus Ayler Kupp im Jahrgang 2018 spürbar runder wirken kann, während die 2020er-Ausprägung eher auf Präzision und Frische setzt.