Wie lässt sich die Qualität eines Jahrgangs bei Bordeaux und Burgund zuverlässig einschätzen?
Bei Bordeaux entscheidet das Zusammenspiel von Klima im Vegetationsjahr, Rebsorten (vor allem Cabernet Sauvignon und Merlot) und Terroir. Klassische Referenzen sind Château Margaux oder Château Latour für links- bzw. rechtsuferige Spitzenlagen. Im Burgund dominieren Pinot Noir und Chardonnay; die Domaine de la Romanée-Conti gilt hier als Maßstab. Zur Einschätzung werden Jahrgangstabellen, Wetterdaten, Analysen zu Säure und Zucker sowie Bewertungen etablierter Kritiker (z. B. Vinous, Robert Parker/Wine Advocate) herangezogen. Wichtig sind zudem Flaschenzustand und Provenienz, denn selbst exzellente Jahrgänge können durch unsachgemäße Lagerung an Wert verlieren.
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