Was bedeutet es für den Trinkreifeverlauf, wenn ein Wein 18 Jahre alt ist (Jahrgang 2007)?
Ein 18 Jahre alter Wein aus dem Jahrgang 2007 hat typischerweise die Primärfrucht hinter sich gelassen und zeigt nun tertiäre Aromen wie Leder, Tabak, getrocknete Kräuter und Pilze. Der genaue Reifeverlauf hängt stark vom Herkunftsgebiet und Produzenten ab: ein 2007er Château Margaux oder Château Lafite Rothschild kann noch kräftige Tanninstruktur und Lagerpotenzial bewahren, während ein 2007er aus der Côte d'Or (z. B. Domaine de la Romanée-Conti) feiner und schon deutlich entwickelter wirkt. Deutsche Spitzenwinzer wie Winzer Klaus-Peter Keller erzeugen bei 2007er Rieslingen eine ganz andere Entwicklung mit Petrolnoten, Honig und klarer Säurestruktur. Entscheidend sind Ausbau, Lagerbedingungen und Flaschenzustand — diese Faktoren bestimmen, ob ein Wein im Optimalfenster zum Trinken ist oder weiteres Reifepotenzial besitzt.