Was zeichnet die Rebsorte Blaufränkisch aus und wie zeigt sie sich typischerweise in gereiften Jahrgängen wie 2002
Blaufränkisch ist eine spät reifende, tannin- und säurebetonte Rotweinsorte, die in Österreich besonders kraftvoll und fein würzig ausfällt. In gereiften Jahrgängen wie 2002 treten primäre Fruchtaromen (Kirsche, Schwarzkirsche, Brombeere) zurück; stattdessen dominieren sekundäre und tertiäre Noten wie getrocknete Kräuter, Leder, Tabak, feine Erd- und Pilznoten sowie ein würziges Unterholz. Gute Blaufränkisch-Weine behalten auch nach zwei Jahrzehnten lebendige Säure und feingliedrige Tannine, was Struktur und Trinkfreude gewährleistet.