Welche Holz- und Ausbauvarianten sind typisch bei deutschen Spätburgundern und wie beeinflussen sie die Aromen?
Ausbauvarianten reichen von großem Holzfass (Foudre) über gebrauchte Barriques bis zu einem gewissen Anteil neuer Barriques. Neue französische Eiche bringt Vanille-, Toast- und Süßholznoten; gebrauchte Fässer wirken neutraler und betonen Frucht und Säure. Ganztraubenvergärung oder Anteiliges Stammbündel (whole-bunch) erzeugt strukturierende, florale und leicht kräuterige Noten. Malolaktische Gärung mildert Säure und rundet das Mundgefühl ab. Winzer wie Heger, Richard Oestreicher oder Shelter Winery treffen individuelle Entscheidungen, die das Aromenspektrum von kirschiger Frucht über erdige, würzige bis zu rauchig-toastigen Tönen verschieben können.