Wie interpretiert man die Jahrgänge (z. B. 2013, 2016, 2017, 2018) bei burgundischem Pinot Noir in Bezug auf Reife und Lagerpotenzial?
Jahrgänge in Burgund variieren stark mit Klima: kühlere Jahre bringen höhere Säure und längere Reifephasen, wärmere Jahre erzeugen reifere Frucht und oft höheren Alkoholgehalt. Für die Einschätzung von Reife und Lagerpotenzial empfiehlt sich der Blick auf Säure, Tannine und Extrakt – höhere Säure und feine, noch geschlossene Tannine deuten auf Lagerfähigkeit hin. Ältere Jahrgänge entwickeln tertiäre Noten (Waldboden, Leder, getrocknete Früchte), während junge Jahre mehr primäre Frucht zeigen. Unabhängig vom Jahrgang spielt die genaue Parzelle (z. B. Volnay oder Saint Roman sous Roche) und die Qualität des Ausbaus eine entscheidende Rolle.