Wie lassen sich die Jahrgänge 2015 und 2018 bei Amarone qualitativ unterscheiden und was bedeutet das für Trinkreife?
Jahrgänge prägen Reifegrad, Säurestruktur und Tanninprofil: allgemein gelten wärmere, gleichmäßig reife Jahrgänge als förderlich für besonders konzentrierte Amarone-Qualitäten. Ein 2015er-Amarone kann durch hohe Reife und dichte Tannine auffallen und oft länger reifen; ein 2018er wirkt in vielen Fällen etwas frischer und zugänglicher in jüngeren Jahren. Für Riserva-Modelle bedeutet das: 2015 hat tendenziell ein größeres Langzeit-Potenzial, 2018 kann früher Trinkreife zeigen. Entscheidend bleiben jedoch Ausbauweise des Weinguts (z. B. französische vs. slawische Eiche), Säure-Tannin-Balance und die konkrete Abfüllung von Produzenten wie Brunelli.