Welche Reife- und Genussfenster sind typisch für Mosel-Spätlesen und Auslesen aus Jahrgängen wie 2012, 2018, 2020 und 2021?
Spätlesen reifen meist früher und zeigen saftige Frucht bei guter Säure, Auslesen sind konzentrierter und oft länger lagerfähig. Allgemein: 2012 gilt bei vielen Mosel-Weinen als reifer Jahrgang mit früherer Trinkreife und entwickelten tertiären Noten; viele Spätlesen sind bereits trinkbereit, Auslesen können noch kompakt sein. 2018 war ein sehr reifes, warmes Jahr mit üppiger Frucht und hohem Lagerpotenzial – sowohl Spätlesen als auch Auslesen können Jahrzehnte reifen. 2020 lieferte exzellente Balance und Struktur, großes Alterungspotenzial bei hochwertigen Lagen. 2021 war kühler und frischer, die Weine sind oft eleganter und säurebetonter, gute Kandidaten für mittelfristiges bis langfristiges Aging. Naturgemäß hängen genaue Reifeintervalle von Ertrag, Ausbaustil und Restzucker ab.