Wie unterscheiden sich Spätlese und Auslese sensorisch und vom Alterungspotenzial her?
Spätlese (late harvest) liefert oft lebendige Frucht, florale Noten und moderate Restsüße bei ausgeglichener Säure; solche Weine sind früh trinkreif, entwickeln aber auch einige Jahre. Auslese entsteht aus selektierten, reiferen Trauben und zeigt mehr Konzentration, exotische Fruchtnoten, Honignoten und deutliches Lagerpotenzial. Auslesen können, besonders aus guten Jahrgängen, Jahrzehnte reifen, während hochwertige Spätlesen typischerweise 5–20 Jahre relevant bleiben, abhängig von Säure, Restzucker und Jahrgangsqualität.