Wie bewertet man Jahrgangsunterschiede bei Rotweinen und welche Faktoren sind ausschlaggebend?
Jahrgangsunterschiede entstehen durch Witterung, Vegetationszeit und Erntestichtage. Warme, reife Jahrgänge liefern höhere Extrakte und reifere Tannine, kühlere Jahrgänge mehr Säure und Eleganz. Bei Bordeaux entscheidet beispielsweise ein heißer, trockener Sommer über Reife von Cabernet; im Burgund prägt ein feuchtes Frühjahr das Krankheitsrisiko der Pinot Noir‑Trauben. Kritiker‑ und Jahrgangsberichte (RP/WA, Vinous, Jancis Robinson) helfen bei der Einordnung, ebenso amtliche Jahrgangsübersichten. Für die Einschätzung sind Herkunft, Rebsorte und Ausbauart zu berücksichtigen — ein hoher Tanninanteil erhöht tendenziell das Lagerpotenzial.
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