Was zeichnet das Terroir der Steiermark aus und welche Lagen eignen sich besonders für Chardonnay, Weißburgunder und Welschriesling?
Die Steiermark bietet ein sehr differenziertes Terroir: kühle Höhenlagen, steinige Schiefer- und Grauwackenböden in der Südsteiermark, kalkhaltige und lössige Partien im Vulkanland sowie geschützte Mulden in der Weststeiermark. Chardonnay und Weißburgunder reagieren sensibel auf Bodenstruktur und Höhenmeter — auf schiefer- und kalkbetonten Parzellen entwickeln sie feine Mineralität und präzise Säure, in wärmeren Lösslagen mehr Körper und Reife. Welschriesling profitiert von kühlen Lagen mit Nachtabkühlung, die seine Frische und Aromatik betonen. Typische Erzeuger, die diese Parzellen präzise interpretieren, sind etwa Weingut Tement (Südsteiermark), Weingut Polz (Gamlitz/Südsteiermark), Sattlerhof (Gamlitz) oder Winkler-Hermaden (Weststeiermark) — Winzer, die regionale Schichten gezielt ausbauen und den Boden als prägende Komponente zeigen.