Bedeutet die Bezeichnung „trocken“ bei Riesling überall dasselbe?
Rechtlich ist "trocken" im europäischen Weinrecht definiert: der Restzuckergehalt darf in der Regel 4 g/l nicht überschreiten, es sei denn, die Säure übersteigt den Zucker um mehr als 2 g/l — dann sind bis zu 9 g/l möglich. Praktisch bedeutet "trocken" bei Spitzenrieslingen von Winzern wie Klaus-Peter Keller oder Molitor jedoch immer eine Balance zwischen Säure, Restsüße und Aromenkonzentration. Geschmacklich können trockene Rieslinge je nach Ausbau von schlanker Frische bis zu kraftvoller Struktur variieren.